Mainstreaming Ausbildungsmarketing zur Verbesserung der Fachkräfteversorgung

(15.07.2014 - 31.08.2015)

Ziel des Projektes ist es, die Erfahrungen der „jobentdecker“ allen KMU´s zugänglich zu machen und sie zu befähigen auch unter den sich geänderten Bedingungen ihre Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen. Bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt führt dies zum Verlust von Kompetenzen und Fachwissen im Unternehmen. Mittelfristig fehlen den Unternehmen die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wodurch sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren und zunehmend in ihrer Existenz gefährdet sind. Um diesem Verlust entgegenzuwirken, müssen die Firmen lernen, ihren Fachkräftebedarf mit denjenigen Jugendlichen zu decken, die aktuell dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehen.
Mit dem Projekt „Mainstreaming Ausbildungsmarketing zur Verbesserung der Fachkräfteversorgung“ werden die unter dem Label „jobentdecker“ bereits in einem spezifischen Kontext erfolgreich erprobten Strategien und Maßnahmen aufgegriffen. Durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen wird ein Know-how-Transfer initiiert, der es möglich macht, diese auf weitere Unternehmen zu adaptieren und auf diese Weise für einen breiten Anwenderkreis zu generalisieren. 
Im Rahmen des Projektes soll eine Regionalkonferenz zum Austausch über Erfolg versprechende Ansätze im Ausbildungsmarketing organisiert werden.
Die Regionalkonferenz "Ausbildungsmarketing" versteht sich als Fachkonferenz aller Akteure des 1. Arbeitsmarktes, die am dualen Ausbildungsprozess unmittelbar beteiligt sind. Hauptzielgruppe sind ausbildende Unternehmen aus Friedrichshain-Kreuzberg.
Darüber hinaus werden im Sinne der Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit weitere wichtige Akteure der von Unternehmerseite getragenen Berufsorientierung als Impulsgeber und Multiplikatoren einbezogen (IHK, Handwerkskammer, regionale und migrantische Wirtschaftsvereine und -verbände). Als Ansprechpartner mit dem Blickwinkel Schule werden zudem einzelne Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler eingeladen.
Der inhaltliche Fokus der Veranstaltung zielt darauf ab, dass Unternehmen von Unternehmen lernen, indem sie ihre Erfahrungen austauschen. Im Mittelpunkt stehen die konkrete Wissensvermittlung und die Erarbeitung von Lösungsstrategien. Best-Practice-Beispiele werden zur Nachahmung empfohlen, Ausbildungswerbestrategien vorgestellt, Unternehmerinnen und Unternehmer kommen zu Wort und vermitteln ihre Erkenntnisse.
Die im Projekt „Ausbildungsmarketing von Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmen" entwickelten Methoden der frühzeitigen Berufsorientierung, die in einigen Branchen bereits erfolgreich umgesetzt worden sind, werden überarbeitet und für weitere Branchen adaptierbar gemacht.
Ein Erfolg versprechender branchenspezifischer Lösungsansatz ist beispielsweise die Gewinnung von Mädchen für gewerblich-technische und handwerkliche Berufe. Denn die Unternehmen, die in den gewerblich-technischen Branchen und in klassischen Handwerksberufen ausbilden, werden perspektivisch von einem enormen Fachkräftemangel bedroht.
Ganz besonders gilt dies für Fachkräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die so genannten MINT-Fachkräfte.
Die im Rahmen der Regionalkonferenz diskutierten guten Erfahrungen in der praktischen Berufsorientierung und des Ausbildungsmarketings im Bezirk und erfolgreich angewendete Strategien und Vorgehensweisen werden zusammengeführt und in einem Leitfaden Ausbildungsmarketing anwendungsorientiert dokumentiert. Sie werden auf diese Weise einer noch breiteren Anzahl von Unternehmen zugänglich gemacht. Der Leitfaden gibt Anregungen und Aufschluss über neue Wege im Ausbildungsmarketing und berichtet von Best-Practice-Beispielen. 
Der Leitfaden wird auf der Internetseite der jobentdecker www.jobentdecker.de veröffentlicht.

Kontakt:

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Wirtschaftsförderung
Marina Nowak
Frankfurter Allee 35/37, 10247 Berlin
Tel.: 90298-2273
marina.nowak@ba-fk.berlin.de