Projekte 2014/2015

Nach unserem Aufruf zur Einreichung von Projektideen gingen 28 Projektvorschläge in der Geschäftsstelle des BBWA ein, von denen die Jury sich  10 Projekte mit einem Finanzvolumen von ca. 100.000 € zur Förderung ausgesucht hat. Weitere 4 Projekte wurden als Nachrücker benannt, von denen 2 nunmehr gefördert werden können. Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen bewilligten Projekte vor.

Aufschwung im Kiez

  • Träger: Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.999,65 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Mensch en am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Im Quartier rund um den Petersburger Platz existiert eine lose, instabile Arbeitsgruppe der Gewerbetreibenden. Die Vision der aktiven Protagonisten ist es, sich als festes Netzwerk von Gewerbetreibenden zu finden, sich zu etablieren und aktiv das eigene Quartier mit zu gestalten. Ziel von "Aufschwung Kiez!" ist es deshalb, ein stabiles u. ökonomisch starkes Gewerbe-Netzwerk im Quartier zu etablieren. Hierzu werden auf die bestehende Gruppe aufbauend, gezielt weitere Gewerbetreibende/Akteure angesprochen, regelmäßige Netzwerktreffen organisiert und zielgerichtet durchgeführt, mit dem Ziel, gemeinschafts-fördernde Aktionen und Events zur Stärkung der lokalen Wirtschaft vor Ort zu planen (z. B. Straßenfest, Tag der offenen Tür, Kiezführer). Den aktiven Gewerbetreibenden wird das notwendige Know-how vermittelt, Aktionen zukünftig eigenständig durchzuführen. Es entsteht ein Imageflyer des Gewerbenetzwerks, der zur weiteren Vernetzung einlädt. Durch die Stärkung und Etablierung eines aktiven Gewerbenetzwerkes, das selbstständig Marke-tingaktivitäten realisiert, werden die einzelnen Gewerbetreibenden in ihrer wirtschaftlichen Existenz gestärkt, was zur Sicherung der bestehenden und zur Schaffung stabiler neuer Arbeitsplätze führt.
  • Innovativer Aspekt: Durch die gemeinsame Suche nach Identifikationsmerkmalen wird ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Im Quartier wird die bislang kaum ausgeprägte „Kiez-Identität“ gestärkt - die Petersburger Straße trennt das östlich gelegene Hausburgviertel und das westlich gelegene Richard-Sorge-Viertel, die sich bislang eher nebeneinander her entwickeln. Das Bewusstsein für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum entsteht. Das neu geschaffene Image wird durch den Flyer nach außen kommuniziert.

Kompetenzgerechte Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Behinderung

  • Träger: MINA - Leben in Vielfalt e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Jugendliche mit Behinderungen haben Schwierigkeiten, außerhalb der Werkstätten eine Arbeitsstelle oder Ausbildungsplatz zu finden. Die Jugendlichen, die zwar körperlich behindert sind, jedoch keine Intelligenzverminderung haben, sind in den Werkstätten am falschen Platz. Sie sind dort unterfordert. Ziel des Projektes ist, die Jugendlichen, die eine körperliche Behinderung aufweisen sowie ihre Familien ,insbesondere mit Migrationshintergrund, im Hinblick auf die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu beraten und zu begleiten. Die Jugendlichen mit Behinderungen sollen entsprechend ihrer Kompetenzen in einer Ausbildung, Weiterbildung, Praktikas oder andere Ausbildungsformen vermittelt werden. Ebenso sollen Betriebe zwecks Einstellung / Ausbildung von Menschen mit Behinderung sensibilisiert und beraten werden. Insbesondere werden die kleinen u. mittelständischen Unernehmen (kmU) dabei den Fokus bilden.
  • Innovativer Aspekt: Eine Beratungstätigkeit, die sich explizit an Jugendliche mit Migrationshintergrund und mit Behinderungen richtet, existiert bisher nicht. 
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Marktplatz für Beschäftigung Friedrichshain-Kreuzberg

  • Träger: BUF e.V. (Arbeitskreis 2 in Kooperation mit Arbeitskreis 1 des BBWA)
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 31.10.214
  • Beantragte Fördersumme: 9.999,07 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Der Marktplatz stößt neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Bezirk an und orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der ansässigen Unternehmen, der arbeitssuchenden Menschen im Bezirk und der Verantwortungsträger für die Gestaltung des bezirklichen Lebens.Der Markt ermöglicht schnellen und effektiven Zugang zu Begegnung, Austausch und Information. Er bietet Vermittlungsunterstützung und –begleitung und trägt zum Abbau von Vorbehalten zwischen Unternehmen und potentiellen Arbeitnehmern bei. Arbeitssuchende haben die Möglichkeit, über die klassischen Bewerbungsstrategien hinaus, Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Unternehmen haben die Möglichkeit, ihren Bedarf an Arbeitskräften bekannt zu machen. Neue Perspektiven für Beschäftigung im Bezirk entstehen. Zahlreiche Akteure der Beschäftigungsförderung bieten eine Vielzahl von Informationen feil. Unter anderem wird über verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten und Förderprogramme informiert. Der Arbeitgeberservice berät Unternehmen über betriebliche Fördermöglichkeiten; weitere Informationen gibt es zu den Themen Minijob, abschlussorientierte Nachqualifizierung, zur Personalrekrutierung von Studienabbrecher/-innen sowie zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Gründer/-innen und (Klein-)Unternehmen.
  • Innovativer Aspekt: Es wird ein niedrigschwelliger Zugang für Arbeitssuchende zum Austausch und zu Kontakten mit Unternehmen geschaffen. Es wird ein bisher nicht vorhandenes Netzwerk für Arbeitssuchende und Arbeitgeber initiiert.

180 interessierte Teilnehmer/innen besuchten am 11. September 2014 den 1. Marktplatz für Beschäftigung Friedrichshain-Kreuzberg im Nachbarschaftshaus Urbanstraße. Zu dieser Veranstaltung eingeladen hatten die Arbeitskreise des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Friedrichshain-Kreuzberg.
Ziel war es, neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Bezirk anzustoßen und sich dabei an den Bedürfnissen ansässiger Unternehmen, der arbeitssuchenden Menschen und der Verantwortungsträger für die Gestaltung des bezirklichen Lebens zu orientieren. An den Marktständen präsentierten sich u. a. 7 lokale Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. Akteure der Beschäftigungsförderung informierten zu Förderprogrammen und Qualifizierungsmöglichkeiten und auch Jobpoint und Lernladen standen mit ihren Angeboten zur Verfügung. So hatten Arbeitsuchende die Möglichkeit, direkt mit Unternehmensvertreter/innen ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer/innen konnten ihre eigenen Stellengesuche veröffentlichen und sich über zahlreiche freie Stellenangebote im Bezirk und darüber hinaus informieren. Zusätzlich hatten die Teilnehmer/innen auch die Möglichkeit, sich von Jobcoaches beraten zu lassen.
Zwei Fachvorträge zu den Themen Nachqualifizierung und Minijobs sowie das Angebot der Kinderbetreuung rundeten das Marktplatzangebot ab.
Auch die Unternehmensvertreter/innen nutzten die Möglichkeit, direkt mit potentiellen Arbeitnehmer/innen ins Gespräch zu kommen und auch untereinander Kontakte zu knüpfen. Die Resonanz der Akteure und Teilnehmenden war überwiegende positiv.
Das Organisationsteam des Marktplatzes für Beschäftigung Friedrichshain-Kreuzberg war insgesamt mit dem Verlauf der Veranstaltung auch recht zufrieden und hofft bei einer Neuauflage des Marktplatzes im kommenden Jahr, dass sich weitere Unternehmen mit Fachkräftebedarf beteiligen werden.

 

Vielfalt im Stadtteil

  • Träger: Das Haus e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Eine Fortführung der begonnen Netzwerkarbeit im Stadtteil soll mit dem Fokus der Förderung von erwerbslosen Menschen mit Migrationshintergrund stattfinden. Angestrebt wird die Stärkung ihrer Handlungs-, als auch ihrer sozialen und personalen Kompetenzen in Vorbereitung auf eine Integration in den Arbeitsmarkt. Die Teilnehmer werden durch persönlichen Kontakt und durch Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen ihren Erfahrungshorizont erweitern können. In Workshops und Informationsveranstaltungen (ggf. in Zusammenarbeit mit einem Dolmetscherdienst) wird Orientierung geboten, die Teilnehmer werden aufgeklärt über Zugänge zu verschiedenen, arbeitsmarkt-relevanten Informationen. Sie werden in die Lage versetzt, sich zu vernetzen und Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten zum Informationserwerb. Wir wollen nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen, einen Leitfaden bieten, eine Anlaufstelle zur Weitervermittlung sein. Durch diese positiven Erfahrungen werden Potentiale freigesetzen und Motivation wird geschaffen, Ängste und Unsicherheiten werden abgebaut.
  • Innovativer Aspekt: Das geplante Projekt ist neu und erweitert die bisherige Angebotspalette des Kinder- und Familienzentrums. Durch das Projekt sollen neue Zielgruppen erschlossen werden. Die Verknüpfung von beschäftigungsfördernden Aspekten und soziale Netzwerkarbeit bietet Chancen für neue Ziele.

Netzwerk zwischen ausländischen Jungakademikern und Berliner Startups

  • Träger: Elizabeth Green e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: In dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird eine Plattform schaffen, die ausländische, arbeitssuchende Jungakademiker gezielt mit Berliner Startup-Unternehmen zusammenbringt. Über das Netzwerk werden unterschiedliche Anlaufstellen zusammen-gefasst und gebündelt. Das Projekt hat zwei Hauptziele: 1) Die ausländischen Jungakademiker erhalten einen besseren Zugang zum Berliner Arbeitsmarkt. 2) Das Projekt unterstützt Berliner Startups, die dringend benötigten Fachkräfte zu finden. Startups haben oft nicht die benötigte Zeit für einen langen Rekrutierungsprozess und keine eigene HR-Abteilung. Durch aktive Fachkräftesicherung über das Netzwerk können sich diese Unternehmen auf dem Markt besser aufstellen und Beschäftigungspotentiale auf lokaler Ebene anregen. Im Vergleich zur Haupttätigkeit unseres Vereins, bei der hauptsächlich Jungakademiker mit der Intention nach Deutschland zu gehen angesprochen werden, fokussiert sich das Netzwerkprojekt auf die "Young Professionals", die bereits vor Ort sind, und die in Friedrichshain-Kreuzberg ansässigen Unternehmen und Initiativen bzw. Anlaufstellen für Gründer. Es fördert Beschäftigung im Bezirk, da die Arbeitslosenquote gesenkt, die Integration von Migranten begünstigt und somit die Chancengleichheit vorangetrieben wird.
  • Innovativer Aspekt: Ein organisiertes Netzwerk zwischen ausländischen Jungakademikern und Startup-Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg besteht noch nicht. Es gibt Netzwerke, die Startups fördern oder Schülern bei der Ausbildungsplatzsuche helfen, jedoch keines, das Migranten und kl. Firmen in beschäftigungsfördernder Weise zusammenbringt. Abgrenzung zur tägl. Vereinsarbeit: Die Netzwerkbildung in dieser Art u. Tiefe - Schwerpunkt Verankerung im Bezirk u. Fokus auf die "Young Professionals" vor Ort - ist für den Verein neu.

Eigentümer Netzwerk Graefekiez

  • Träger: coopolis gmbh
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 01.03.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Im Grafekiez wurde angesichts zunehmender Nutzungskonflikte das Projekt lokal.leben - Netzwerk für Standortlösungen aktiv und initiierte ein lokales Kooperationsnetz der Immobilieneigentümer. Vorwiegend die jenigen Immobilieneigentümer, die sich für lokale soziale Strukturen interessieren, und jenseits des Gewinnmaximierungs- Mainstreams ihre Rolle als Chance begreifen, das Quartier auch in sozialer Hinsicht zu stabilisieren, engagieren sich heute im lokalen Netzwerk der Immobilieneigentümer. Besonders problematisch wird die Eigendynamik betrachtet mit der attraktiv gewordene Quartiere wie der Graefekiez zunehmend an Integrationskraft verlieren und für gesellschaftliche Randgruppen immer weniger Raum bieten. Das Netzwerk der Eigentümer im Graefekiez betrachtet Diversität als Standortqualität, die aktuell zunehmend schwindet, und stellt die Frage, ob es möglich sei, eine Eigentümerstandortgemeinschaft im Sinne des aktuell in Berlin diskutierten Gesetzesinitiative zu Innovationsbereichen zu schaffen, die sich qualitativen Zielen wie dem Erhalt der Diversität und lokaler Standortqualitäten verschreibt. Ziel ist, die Chancen von Nachhaltigkeitsinitiativen aus Richtung der Immobilieneigentümmer weiter aus zu loten.
  • Innovativer Aspekt: Urbane Wohnquartiere bieten von sich aus vielfältige Zugangs - und Teilhabemöglichkeiten auch für sozial eher benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Wenn sich ein Quartier entwickelt, sind diese oft die ersten, die verdrängt werden. Das ist die Logik des Marktes. Aktuell gibt es noch keine Strategie, wie diesen Fehlentwicklungen entgegen gewirkt werden kann, jedoch vor Ort gute erste Ideen und Ansätze, die im Projektrahmen weiter entwickelt werden sollen.

Gewerbenetzwerk Ostbahnhof

  • Träger: Friedrichshain Kreuzberger Unternehmerverein e.V.
  • Laufzeit: 01.08.2014 – 31.03.2015
  • Beantragte Fördersumme: 9.999,40 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Ziel ist die Bildung eines Gewerbetreibenden-Netzwerks rund um den Ostbahnhof, ausgehend vom bereits definierten Gebiet "Stadtteilzentrum Ostbahnhof". Damit soll den Gewerbetreibenden - als Experten Vor-Ort - eine Plattform gegeben werden, sich mit ihren Themen bei der weiteren Entwicklung des Gebietes einzubringen. Trotz großer Potentiale, wie bspw. die hohe Besucherfrequenz durch den Bahnhof, stagniert das Gebiet derzeit in seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Es existiert aktuell kein Netzwerk der Gewerbetreibenden, das sich als lokal aktiver und gemeinsam auftretender Akteur für die weitere Ausgestaltung des Gebietes versteht und in den Dialog mit anderen Akteuren, insbesondere auch der Verwaltung, tritt. Durch Einzelgespräche, Netzwerkveranstaltungen und eine Umfrage werden aktuelle Bedarfe und Probleme insbesondere der kleinen Unternehmen im Gebiet ermittelt, um Handlungsschwerpunkte für die weitere wirtschaftliche Entwicklung zu identifizieren (öffentliches Erscheinungsbild, gemeinsames Markting, regelmäßige Stammtische…). Damit sollen die ansässigen Betriebe in ihrer Existenz stabilisiert und perspektivisch auch weiter gefördert werden, um auf diese Weise die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und weitere zu schaffen.
  • Innovativer Aspekt: Trotz der Bedeutung des Gebietes gibt es bislang keine systematische Erfassung der aktuellen Herausforderungen und Problemlagen für das lokale Gewerbe. Durch die Befragungen und Netzwerktreffen werden potentielle Handlungsfelder für die Gebietsentwicklung sichtbar. Mit dem Gewerbe-Netzwerk entsteht ein neuer Akteur, der positiven Einfluss auf die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und die damit verbundenen Beschäftigungswirkungen nehmen kann.

Miteinander - Füreinander

  • Träger: BAUFACHFRAU Berlin e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Personen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Das Projekt Miteinander-Füreinander schafft ein Angebot der beruflichen Orientierung und Integration für benachteiligte Jugendliche aus Südost-Europa, vorwiegend Roma ohne Schulabschluss im Interkulturellen Garten Rosenduft im Park am Gleisdreieck. Bisher verbringen die Jugendlichen, die über südost Europa Kultur e.V. den Garten kennengelernt haben, eine großen Teil ihrer Freizeit im Garten, sie nutzen ihn dann allerdings nur als Aufenthaltsort. Über das Projekt möchten wir ihnen ermöglichen sich direkt und konstruktiv im Gartenalltag einzubringen und Wertschätzung zu erfahren. In mehreren niederschwelligen Workshopangeboten werden sie unter Anleitung von Fachfrauen von BAUFACHFRAU Berlin e.V. gemeinsam mit den Gärtnerinnen sowohl die dort stehenden Bauwägen instandsetzen wie auch Sitzgelegenheiten, Aufbewahrungsmöbel und Pflanzkästen bauen, die sie dann auch bepflanzen werden. Über die gemeinsame Arbeit, die nutzbaren und bleibenden Ergebnisse möchten wir das Vertrauen der Jugendlichen in die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe stärken aber auch Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten aufbauen sowie sie für eine Ausbildung im Bereich Holz/Gartenbau begeistern.
  • Innovativer Aspekt: Wir erhoffen uns durch die aktive Einbindung der Jugendlichen mehrere Ziele zu erreichen: 1)die Instandhaltung und Verbesserung eines Ortes, den sie selbst nutzen 2)das Arbeiten und Gestalten mit und für andere Menschen (hier die Gärtnerinnen), die dringend diese Unterstützung brauchen, 3)einen nachhaltigen Impuls für Integration und gesellschaftliche Teilhabe als Investition in die Zukunft dieser Jugendlichen.

Geschichtswerkstatt für interkulturelle Wirtschaftsentwicklung

  • Träger: LONEX e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Ziel ist die Heranführung von jungen Erwachsenen in Friedrichshain-Kreuzberg mit einer fehlenden berufliche Perspektive, vorwiegend mit migrantischem Hintergrund, an eine selbständige Tätigkeit. Durch die Vermittlung von Fachwissen, Einblick in die Unternehmenswelt und als neuen Aspekt die Vermittlung von Wissen wie historisch Unternehmen mit Migrationshintergrund entstanden (Migrationsgeschichte) sind, sollen Hemmnisse abgebaut und die Kreativität gefördert werden. Dadurch wird den potentiellen Gründern die Umsetzbarkeit von selbständiger Tätigkeit nahe gebracht. Die Wissensvermittlung wird über ein Seminar im betriebswirtschaftlichen Bereich (Steuern, Buchführung, Marketing mit Zielkundendefinition) mit einem besonderen Schwerpunkt in der historischen, interkulturell bedingten lokalen Wirtschaftsentwicklung durchgeführt. Über Betriebsbesichtigungen wird der Praxisbezug und das Marketing vertieft. Über Führungen im Bezirk mit kulturhistorisch und wirtschaftlich gewachsenen Beziehungen wird ein weiterer konkreter Projektbezug hergestellt. Durch die Aufnahme in das Gründernetzwerk des LONEX e.V. wird der Netzwerkgedanke gestärkt und sie erhalten Zugang zu professionellen Netzwerken.
  • Innovativer Aspekt: Durch die Veranstaltung wird eine Verbindung zwischen dem Gründungsberatungs-, dem lokalen Know-how und dem know how der Teilnehmer/innen hergestellt. Vor allem durch die Einbindung des kulturellen know hows der Teilnehmer, die Verbindung mit dem Gründungsgeschehen mit Migrationshintergrund soll die Ressourcen der Teilnehmerinnen gestärkt werden und die potentiellen Gründungen erfolgreich umgesetzt werden.

Tandemprojekt zur beruflichen Integration von 20-35jährigen europäischen ArbeitsmigrantInnen

  • Träger: Sarah Kröger, Judith Kauper
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 9. 989,44 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung Ziel: In einem Tandemprojekt sollen europäische ArbeitsmigrantInnen durch arbeitstätige Deutsche für neun Monate begleitet werden. Oberstes Ziel ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Dieses wird in folgende Teilziele untergliedert:

1. Berufseinstieg in Berlin erleichtern: ersten Kontakt zur Berliner Arbeitswelt herstellen, Unterstützung bei Job- oder Praktikumssuche

2. Gegenseitiger Austausch von beruflicher Kompetenz und beruflichem Fachwissen: Einblick in die deutsche Arbeitskultur und den eigenen Berufsalltag, praxisnahe Vorbereitung auf berufliche Anforderungen

3. Gesellschaftliche Integration: Kennenlernen der deutschen Kultur und Sprache, Teilhabe an der deutschen Gesellschaft

4. Stärkung der interkulturellen Kompetenz

Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen, Ausbau der europäischen Beziehungen durch persönliche Kontakte

  • Innovativer Aspekt: Es gibt bisher kein solches berufliches Tandemprogramm für EU-MigrantInnen im Bezirk. Zudem ist unsere Zielgruppe aus dem akademischen Umfeld mit Sprach- und Kulturtandems schon vertraut und steht diesem Konzept generell offen gegenüber. Die Erweiterung des vertrauten Konzepts um den beruflichen Aspekt ist das Besondere an diesem Projekt.

Brücken bauen für Inklusion und Teilhabe

  • Träger: Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 9.998,11 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Personen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Das Projektvorhaben beinhaltet die Förderung von Teilhabe für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen auf zwei unterschiedlichen Wegen. Einerseits wollen wir Menschen mit Interesse und Erfahrung im Bereich mobilitätsunterstützende Dienstleistungen zu sogenannten Kiezassistent_innen weiterqualifizieren. Hier geht es nicht um eine Qualifizierung im engeren Kontext zur Seniorenassistenz, sondern um darüber hinausgehenden Kompetenzerwerb, wie z.B. zu einfacher Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten und zu gruppenspezifischem Kiezwissen in Hinblick auf barrierefreie Angebote im Bezirk für die oben genannten Zielgruppen, z.B. in den Bereichen Beratung, Freizeit, Kultur, Gesundheitsförderung etc. Andererseits wollen wir Menschen mit Behinderungen darauf vorbereiten, Organisationen, Gewerbe und Einrichtungen im Bezirk zu Barrierefreiheit und Inklusion zu beraten. Hier setzen wir an den Erfahrungen und Kompetenzen der Betroffenen selbst an. Sie selbst sollen ihr Expertenwissen aufbereiten und projektbegleitend eine Beratungskompetenz entwickeln. Als Tandemprojekt wollen wir beide Gruppen gemeinsam qualifizieren (und damit gegenseitiges Lernen ermöglichen) und mit ihnen für sie eine nebenberufliche Perspektive entwickeln.
  • Innovativer Aspekt: Durch die aktive Einbeziehung von Betroffenen werden lebensweltliche Erfahrungen mit Fachwissen erweitert, um Prozesse zu mehr Barrierefreiheit effektiver und mit konkret lokalem Bezug zu gestalten. Durch die Realisierung eines Tandemprojektes werden Kompetenzen verschiedener Zielgruppen zusammengeführt und dadurch in der konkreten Begegnung und im Erfahrungsaustausch erweitert. Mit dem Projekt öffnen sich zugleich Einrichtungen im Bezirk den Themen Barrierefreiheit und Inklusion und ihren Zielgruppen.

Rechtliche Beratung zur Erstorientierung für den Arbeitsmarkt – ein Projekt für Menschen mit Migrationsgeschichte

  • Träger: Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen (KuB) e.V.
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10. 000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Das Projekt hat zum Ziel, Menschen mit Fluchtgeschichte bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. Hierfür sind folgende Maßnahmen beabsichtigt: a) an zwei Terminen pro Woche wird eineBeratung angeboten, die den Bewohner_innen der Schule und anderen Menschen mit Fluchthintergrund offen steht. Hier sollen Expert_innen zunächst die rechtliche Situation individuell abklären und entsprechend zu arbeitsrechtlichen Angelegenheiten beraten. b) In einem zweiten Schritt soll an andere Beratungsangebote weitervermittelt werden. Alle Beratungsangebote werden auf Sprachmittler_innen zurückgreifen können, deren Koordination Aufgabe der Koordinierungsstelle des Projekts „Kubidos“ ist. Aus der Beratung heraus werden Begleitungen zu Ämtern, Rechtsanwält_innen und Behörden anfallen. Hier wird das Projekt auf die Strukturen der KuB zurückgreifen, sowie das Netzwerk, welches sich in den letzten Monaten in und um die ehemalige Gerhardt-Hauptmann-Schule aufgebaut hat, professionalisieren, koordinieren und einbeziehen.
  • Innovativer Aspekt: An dem vorgesehenen Projektstandort besteht – trotz enormem Bedarf – bisher kein rechtliches Beratungsangebot in der von uns vorgeschlagenen Form. Insofern stellt das Projekt eine Innovation dar.

Events-Verstehen- Planen- Erleben

  • Träger: Ohm-Nahme-Schaper-Schwieykowski GbR
  • Laufzeit: 01.05.2014 – 30.04.2015
  • Beantragte Fördersumme: 10. 000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Das kulturelle Leben Kreuzbergs boomt, aber nicht alle partizipieren mit gleichen Anteilen daran.Berlin als die Metropole der Events bietet jungen Menschen ein hohes Maß an beruflichen Chancen, allerdings nicht unserer Zielgruppe, Schüler/innen im Alter von 15 Jahren, die schlechte Aussichten auf einen Schulabschluss haben. Für sie die Möglichkeit einer berufsorientierten Teilhabe zu schaffen ist Ziel dieses Projekts.Das Live Musik Geschäft ist eine Branche, die stark von subtilen Gepflogenheiten und Insiderwissen geprägt ist, was den Zugang erschwert. Wir schaffen veranstaltungsbezogene Workshops in Eventmanagement, Lichttechnik, Tontechnik, Promotion und Booking. So wollen wir die Jugendlichen an die Abläufe und Inhalte einer Veranstaltung heranführen, ihr Interesse wecken und eine sinnvolle und inhaltlich wertvolle Beschäftigung nach der Schule bieten. Durch diese umfassenden Einblicke in die komplexen Geschäftsinhalte und Geschäftsbeziehungen der beteiligten Akteure (Booking Agenturen, Örtliche Veranstalter, Gema, Venues, Künstler, Techniker, etc.) sollen sich die Startchancen für ein Beschäftigungsverhältnis der Teilnehmer/innen verbessern.Planung, Durchführung und Abrechnung einer eigenen Veranstaltung zum Ende des Projekts machen das theoretische Wissen konkret erfahrbar.
  • Innovativer Aspekt: Wir bieten eine intensive überbetriebliche Fortbildung im Bereich Event mit einem greifbaren Endergebnis. Alle Seminare finden im Monarch, also dem Club statt, in dem später auch das Konzert von den Teilnehmer/innen durchgeführt wird. Somit können die Teilnehmer/innen vor dem Konzert Selbstsicherheit erlangen, bevor sie den ersten Schritt in das Konzertgeschäft machen.
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