Projekte 2014

Von den eingereichten 22 Projekten hat die Jury für das Jahr 2014 10 Projekte für eine Förderung ausgesucht und 5 Nachrückerprojekte benannt. Alle 15 Projekte können gefördert werden. Das Gesamtvolumen aller Projekte beträgt ca. 150.000 €. Die Projekte können bereits am 01.11.2013 beginnen und müssen am 31.10.2014 beendet sein. Nachfolgend informieren wir Sie über die bewilligten Projekte.

Frauen zwischen Erwerbstätigkeit und Familie – Unterstützung bei der Burnout - Prävention

  • Träger: FRIEDA Frauenzentrum e.V. 
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme:10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel ist, Frauen, die durch die Mehrfachbelastung von Familie, Beruf und ggf. Pflege von Angehörigen erschöpft sind und Anzeichen von Burnout zeigen, durch Coaching (Kompetenztraining) und Infoveranstaltungen (Wissensvermittlung) nachhaltig darin zu unterstützen, mit den Belastungen besser umgehen zu lernen, Strategien zu entwickeln und somit durch die Aufrechterhaltung bzw. das Aufnehmen der Erwerbstätigkeit für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen zu können. Der Gender Daten Report 2013 (Bund) betont, dass sich Frauen im Alter von 35-44 in der familienintensivsten Phase befinden. Der aktuelle Gender Daten Report Berlin 2012 stellt dar, dass Frauen mit Kindern in der Mehrzahl erwerbstätig sind und 91% der erwerbstätigen Alleinerziehenden Frauen sind. Diese Darstellungen können wir durch die Erfahrung in der täglichen Arbeit mit den Frauen bestätigen. Aussagen von Besucherinnen: „Man will allem und jedem gerecht werden und hat doch unterschwellig immer das Gefühl, dass irgendetwas zu kurz kommt.“ „Ich bekomme Panik, das alles nicht mehr zu schaffen. Manchmal werde ich morgens wach und weine, weil ich so fertig bin.“
  • Innovativer Aspekt: Der innovative Ansatz besteht insbesondere darin, dass durch das Parallelangebot eines ressourcenstärkenden Coachings und eines berufsorientierenden Coachings Synergieeffekte für die Frauen geschaffen werden. So können sie parallel an ihren inneren und äußeren Themen arbeiten. Synergieeffekte entstehen außerdem dadurch, dass die Frauen in den Informationsveranstaltungen Wissen vermittelt bekommen, was sie, ggf. in Zusammenarbeit mit der Coacherin, umsetzen können.

Buchprojekt „Friedrichshain kocht“

  • Träger: Berliner Büchertisch e.V.
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.985,78 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Mensch en am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel:1.Aufwertung des Standorts Friedrichshain in der Öffentlichkeit, 2. Aufzeigen von Partizipationsmöglichkeiten in Friedrichshain 3. Kompetenzerweiterung und Netzwerk-aufbau für die beteiligten Mitarbeiterinnen. Es sollen 55 Portraits von engagierten Bürgern, Vereinen und Initiativen in Friedrichshain für ein Portraitbuch erstellt werden. Jedes Portrait beinhaltet ein Interview, Fotos und ein Kochrezept. Vorgestellt werden engagierte Initiativen aus unterschiedlichen Bereichen, vom Kinderzirkus bis zum Hospiz, vom Theater bis zum Integrationsprojekt. Daneben finden auch engagierte Selbstständige, Unternehmen und Privatpersonen Eingang ins Buch. Anders als bei einem einfachen Kochbuch geht es um das „Rezept hinter dem Rezept“. Das Interview thematisiert die Anfänge und die Geschichte der Initiativen sowie das Überwinden von Schwierigkeiten. Das Buch soll Mut machen, sich im Standort gesellschaftlich einzubringen, auch unbekannte Akteure bekannt machen sowie die Möglichkeit von Eigeninitiative und alternativen beruflichen Wegen aufzeigen. Den beteiligten Mitarbeiterinnen sollen der Berufs(wieder)einstieg ermöglicht, Kompetenzen und ein Netzwerk vermittelt und Berufsperspektiven aufgezeigt werden.
  • Innovativer Aspekt: Es existiert bisher kein Buch, das in ähnl. Weise gesellsch. engagierte Friedrichshainer Akteure vorstellt. Durch die Bandbreite der ausgewählten Akteure entsteht ein einzigartiges Mosaik des Stadtteils: vorgestellt werden u.a. Kinder- und Kulturprojekte Integrationsinitiativen, Vereine, engagierte Selbstständige sowie Privatpersonen. Zu jedem Projekt werden Kontaktdaten mitgeliefert. Das Buch wird somit zu einer Art Stadtteilführer und ist sowohl für Touristen als auch für Einheimische von Interesse.

Frisches aus der Radiowelle – Pilotprojekt für partizipative Radiogastronomie

  • Träger: multicult Radio- und Medienproduktionen gUG
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.993,20 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Schaffung einer innovativen Form der Integration in den Arbeitsmarkt für benachteiligte Gruppen wie Langzeitarbeitslose aus dem Gastrobereich und Schul- bzw. Studienabbrecher der Kommunikationswissenschaften, durch Kombination der Kompetenzbereiche Gastronomie und Medien. Anknüpfend an die Tradition der Bistrogespräche und Märkte als Ort für Austausch der neuesten Nachrichten, sollen die Teilnehmer in einem Pilotprojekt, angegliedert an die multicult Bubblebar, mediale Interaktivität und self – empowerment bei Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten und ethnischer Herkunft fördern und begleiten. Als Schnittstelle zwischen Aussen (Bubblebarbesucher) und Innen (Hörfunkredaktion) werden die Teilnehmer aktiv in die redaktionelle Radioarbeit eingebunden, indem sie durch Gäste eingebrachten "News" in diverse, ggf. auch ganz neue Radioformate umsetzen. Gezieltes Reporting- und Kommunikationstraining erweitern ihre Berufschancen auch auf andere Tätigkeitsfelder. Ebenso sollen über die Schnittstelle "Radio-Café", durch gezielt hergestellte Verbindungen zum Radio, lokale Netzwerke unterstützt werden.
  • Innovativer Aspekt: Die aussergewöhnliche Kompetenzerweiterung macht die benachteiligten Personengruppen durch die innovative, neue Kombination zweier Berufsbilder attraktiv. Gastronomen erwerben Medienkompetenzen, die sie für eine weitere Ausbildung im Medienbereich qualifizieren- Medienerfahrene erlernen gastronomisches Know-how. Beide Personengruppen qualifizieren sich in Sachen Entrepreneurship, im Umgang mit einem multiethnischen Klientel und im Betreiben interaktiver- medialer Gastronomie.
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GartenARBEIT mit Perspektive

  • Träger: BAUFACHFRAU Berlin e.V.
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: In Kooperation mit dem Familienzentrum menschenskinder und den NutzerInnen des neuen Nachbarschaftsgartens werden verschiedene Gartenbauprojekte geplant und als offenes Angebot mit arbeitslosen Menschen umgesetzt. Dabei werden insbesondere Mütter (und Väter) in der Erwerbspause angesprochen, die sich ehrenamtlich für den Kiez engagieren wollen und den beruflichen Wiedereinstieg suchen. Die praktische Arbeit und handwerklichen Aktivitäten im Garten sind ein niederschwelliges Angebot sich kennen zu lernen, auszutauschen, miteinander zu lernen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Gartenbauthemen werden gemeinsam entworfen. Angedacht sind die Gestaltung des Eingangsbereichs, der Zugänge zu den Nachbargrundstücken und der Gemeinschaftsflächen als Ort der Begegnung, der Information, des Austausches und der Vernetzung. Die 3 Hauptziele des Projekts sind: 1. Förderung des ehrenamtlichen und nachbarschaftlichen Engagements 2. Aufbau des Gartens als Ort der (beruflichen) Vernetzung 3. Handwerkliche Qualifizierung und Anleitung zur Selbsthilfe
  • Innovativer Aspekt: Innovativ ist die Verknüpfung von ehrenamtlichem Engagement zur Stärkung des Gemeinwesens und der lokalen, sozialen Infrastruktur mit der beschäftigungsfördernden Netzwerkentwicklung. Der Garten als Ort der Begegnung und des Austausches wird gemeinsam weiter entwickelt und dabei auch berufliche Perspektiven geschmiedet. Die ProjektakteurInnen erfahren ihre Selbstwirksamkeit, übernehmen Verantwortung und lernen generationsübergreifend, unabhängig der Herkunft, voneinander und miteinander. 
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Ideenwerkstatt Friedrichshain-Kreuzberg

  • Träger: LONEX e.V.
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Mensch en am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Organisation einer Ideenwerkstat für potentielle Selbständige, die in der Vorgründungsphase noch nicht gefördert werden können. Ziel ist es potentielle Gründerinnen (ab 40+) über Coaching die Ressourcen im Team zu stärken. Allgemeines Ziel: Verbesserung des Gründungsklimas
    Die Inhalte des Projektes und insbesondere der laufenden wokshops dienen vor allem der Ressourcen- und Ideenschöpfung der Teilnehmer/innen. In der Auftaktveranstaltung werden hardfacts für Selbständige geboten. Ferner dient die Auftaktveranstaltung zur weiteren Orientierung der Teilnehmer für die anschließenden workshops.
    In den workshops werden von den Coachs systematisch Werkzeuge zur Ideenfindung der einzelnen Teilnehmer geboten. Beispiele sind worldcafe, das System U oder die Walt Disney Methode. Die Ergebnisse werden durch die Teilnehmer evaluiert und weiterentwickelt. In der Abschlußveranstaltung werden die Ergebnisse dargestellt.
  • Innovativer Aspekt:<//strong> Ideenfindung und Kreativitätstechniken bilden einen wichtigen Teil der Fortbildung im Managementbereich. Hier sollen erstmals potentielle Gründer die wesentl.Techniken überwiegend selbst erarbeiten um diese dann auch nachhaltig einsetzen zu können. Durch die Veranstaltung werden die wichtigsten Akteure im Gründungsprozess im Bezirk eingebunden. Ferner werden durch die geplante Einbindung von Bildungsträgern bzw. wissenschaftlichen Einrichtungen innovative Elemente im Gründungsgeschehen gestärkt.

Kids on Bikes

  • Träger: Recycle Werkstatt Berlin
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Es werden mit jugendlichen Besuchern des Statthaus Böcklerpark Lastenräder(LaRa) gebaut zur gemeinnützigen Verwendung für unterschiedliche Zwecke (alltäglicher Transport-& Lebenshilfe, Events und Feste) Wissen zum Thema Fahrrad und LaRa-Varianten wird vermittelt. Ziele sind die Verbesserung Fahrrad-Image "Rad statt Auto!", Organisation von gemeinschaftlichen Aktionen rund um’s (Lasten)Rad, Förderung interkultureller Kommunikation und Umweltbewusstsein. Folgende Workshops sollen durchgeführt werden: Schweißen, Schrauben, Fahrradtechnik (LaRa-Bau u.a. aus Gebrauchtmaterial) / Ausarbeitung der LaRa-Einsatz-Möglichkeiten. Schwerpunkte für den Einsatz sind: 1. LaRa undMusik = mobile Musik-Anlage für Events (Kinder-KdK), Straßen und Schul-Feste; 2. LaRa und Kochen = mobile Grillstation für Kinder und Jugend-Ausflüge, Events, Straßen und Schulfeste; evtl. 3. LaRa und Theater = mobiles Puppentheater für Kitas u. Schulen mit unterhaltsamen und informativen Darbietungen aktueller Themen (z.B. Umweltschutz/Mülltrennung). Das Musik und Grill-LaRa sollen auch gegen Kaution zu leihen sein – immer incl. 1 Person, die das Fahrzeug führt u. die Anlage betreut. Diese Aufgabe sowie sonstige Transport und Kurierdienste sollten von Teilnehmer/innen gegen Honorar übernommen werden (Beschäftigungsmöglichkeit/Honorartätigkeit für junge Menschen aus dem Kiez)
  • Innovativer Aspekt: Kreative Fahrrad-Kultur = intelligente Mobilität und innovative Entwicklung! 

TalkinGreenBerlin

Träger: Mind Tags GmbH i.Gr. Laufzeit: 01.01.2013 – 31.10.2014 Beantragte Fördersumme: 10.000,00 € Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt Ziel: Talkingreen beschreitet den Weg der inklusiven Bildung durch des Einsatz von Smartphones und der NFC-Technologie mit den Bildungsschwerpunkten Biologie, Mathematik und nachhaltigen Naturschutz. Die Nutzung von MindTags (mindtags.de) ermöglicht im Bildungswesen und im Umweltschutz engagierten Interessensgruppen informative Marken in urbanen grünen Lernoasen zu platzieren. Multimediale Daten zum aktuellen Ort des Interesses (PoI) können über einen Browser editiert und verwaltet werden. Die Erschließung von NFC-Marken benötigt keine App, ist von jedem Smartphone mit NFC möglich. Die kleinen, mit QR-Code und Blindenschrift versehenen NFC-Tags sind wetter-/witterungsbeständig und stellen keinen kostenintensiven Eingriff in die bestehenden Strukturen der Berliner Kooperationspartner dar : Gartenarbeitsschule Friedrichshain (Schulfarm)“ und Modersohnschule Friedrichshain. Talkingreen basiert auf der barrierefreien, inklusiven Art und Weise der Gestaltung von Infomarken, der nahezu automatisierten Erschließung und der biologisch und mathematisch geprägten Inhalte in und um die grünen Lernoasen. Im Fokus liegt die unmittelbare Beteiligung von Schülern bei der Erstellung der über 400 multimedialen NFC-Infomarken. Innovativer Aspekt: Die NFC-Technologie ist seit gut zwei Jahren auch in Smartphones verfügbar. NFC steht für "Near Field Communication" und erlaubt automatisierte Interaktionsprozesse zwischen Smartphones und NFC-Chips. MindTags setzt dieses Prinzip ein und bringt in optimierter Form Gegenstände des Alltaggs zum Sprechen. Wir haben den Fokus unserer Entwicklung auf eine inklusive Nutzung dieser Technologie in einer partizipativen Gesellschaft für Alle gelegt. Genau hier setzen wir beim Projekt "TalkinGreenBelrin" an!  

Urban Deli – neue Zuverdienstarbeitsplätze für psychisch und suchtkranke Menschen

  • Träger: ajb gmbh
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Das angestrebte Ziel ist die Schaffung von zusätzlichen Zuverdienstarbeitsplätzen für psychisch und suchtkranke Menschen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Für dauerhaft oder vorübergehend erwerbsgeminderte Personen gibt es wie verschiedenen Erhebungen bei den psychosozialen Trägern belegen viel zu wenig Arbeits- und Beschäftigungs-möglichkeiten. Für die existierenden Zuverdienstangebote gibt es lange Wartelisten. Nach Umgestaltungs- und Renovierungsmaßnahmen im Vivantesklinikum am Urban besteht die Möglichkeit den Kiosk mit Imbissangebot als Zuverdienstbetrieb zu gestalten. Auf längere Sicht könnten zwischen 10 und 20 neue Zuverdienstplätze dauerhaft geschaffen werden. Ein vielfältiges Beschäftigungsspektrum von Service, Catering, Zubereitung kleiner Gerichte, Lager- und Vorratshaltung, Kassenführung und Verkauf soll Interessierten offen stehen. Mit Hilfe der LSK Mittel sollen die Voraussetzungen zur Etablierung dieses Angebots geschaffen werden.
  • Innovativer Aspekt: "Vom Patienten zum Dienstleister" - eine Idee, die sich bereits in der Bibliothek bewährt hat. Durch die Anschubsfinanzierung durch LSK-Mittel soll ein wirtschaftlich tragfähiges dauerhaftes Beschäftigungsangebot für psychisch Kranke geschaffen werden.

Verwurzeln – Wachsen – Chancen ergreifen / Vertikales Gärtnern im Bezirk

  • Träger: Stiftung SPI
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.998,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Friedrichshain-Kreuzberg hat eine hohe Besiedlungsdichte und wenig Raum für gärtnerische Aktivitäten der Bewohner, z.B. in (Schreber)Gärten. Der große Bedarf an gärtnerischer Betätigung wird an Initiativen wie Prinzessinnengärten und Obstbaumpflanzung im Görlitzer Park deutlich. Das Vorhaben zur Verschönerung des Stadtraums durch vertikale Gärten (Blüh- u. Nutzpflanzen) ist ein Anschub unter dem Aspekt des Empowerments und der nachhaltigen Übernahme von Verantwortung aller Beteiligten. Eine Gruppe von 5-10 arbeitslosen Anwohnern analysiert den Stadtraum, macht Netzwerkarbeit, eignet sich Wissen über vertikale Gärten an und richtet diese ein. Die Nutzer der Pflanzungen (Gewerbetreibende, Mietergruppen) werden über einen Nutzervertrag langfristig in die Pflege der Pflanzungen gebunden. Ziele: (1) Verbesserung der Vermittlungschancen der Akteure auf dem Arbeitsmarkt durch Wissensvermittlung und konkrete Projektarbeit. Stabilisierung der Nachbarschaften durch Engagementförderung u. grüne Verschönerung. (2) Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten u. Fertigkeiten in den Bereichen a) Stadtbeobachtung/Raumanalyse/Standortbestimmung b) Vertikales Gärtnern c) Projektmanagement d) Einholen behördlicher Genehmigungen e) Netzwerkarbeit mit Gewerbetreibenden und Anwohnern f) Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring
  • Innovativer Aspekt: Die Beschäftigung mit vertikalen Gärten in Berlin ist relativ neu. Hier geht es nicht um Kunstobjekte, sondern um Bewohnergärten, die voraussetzen, dass Hauseigentümer bzw. Gewerbetreibende teilhaben. So wird der Netzwerkgedanke vermittelt. Die integrierte Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen im Projekt- und Eventmanagement, Gärtnerei und Vernetzung führt zu einer breiten Verbesserung der Vermittlungschancen der Teilnehmenden. Die Wirkung geht über die Teilnehmenden hinaus, da Verschönerungen des öffentlichen Raumes entstehen. 

Working Social Media

  • Träger: SWiM Bildung UG
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.833,15 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Soziale Medien werden in der Bewerbungsphase und als konkretes Berufsfeld oder ergänzende Expertise immer wichtiger: "Der gläserne Bewerber" titelte ZEIT ONLINE und "Was macht eigentlich ein Social Media Manager?" fragte die Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Ziel von "Working Social Media" ist es, Jugendliche im Rahmen von Workshops und Expertengesprächen 1. Berufsbilder an der Schnittstelle von Einzelhandel und Kommunikation/Marketing nahe zu bringen, die sich verstärkt der Sozialen Medien bedienen. 2. sollen das eigene Verhalten in den Sozialen Netzwerken reflektiert und der (professionelle) Umgang mit ihnen erlernt werden. Neben den Grundlagenworkshops steht die Reflektion des eigenen Verhaltens durch die Jugendlichen im Fokus des Projekts - vor allem mit Blick auf die Nutzung während der Ausbildungsplatzwahl und des Bewerbungsverfahrens."Working Social Media" spricht damit in einem von Start-Up-Szene und Kreativwirtschaft geprägten Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg Jugendliche an, die Soziale Medien bisher aus rein privater Nutzung kennen und fordert sie auf, aus ihren persönlichen Nutzungserfahrungen, dem bezirklichen Umfeld und konkreten Arbeitgebern in diesem Synergien zu schaffen.
  • Innovativer Aspekt: "Working Social Media" verbindet zunächst eine grundlegende Berufsorientierung mit konkreten Lerninhalten, die später in diese Richtung führen können - und potenziert damit den positiven Effekt der einzelnen Elemente. Auch die Nachbereitung der Hauptphase im Frühjahr und Sommer anhand der individuellen Aktivitäten von Schülerinnen und Schülern stellt eine interaktive, vernetzte und damit im Kern innovative Herangehensweise an das Themenfeld dar.

Engagiert im Kiez

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.02.2014 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Die EU Kommission hat ein Paket von Maßnahmen vorgelegt, um das Soziale Unternehmertum zu unterstützen. Das Ziel sozialer Unternehmen ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Gemeinwohl zu stärken. Durch ihre Produkte und Dienstleistungen sowie durch die von ihnen benutzten Organisations- oder Produk-tionsmethoden haben sie oft einen innovativen Charakter. Außerdem beschäftigen sie häufig sozial Benachteiligte (von sozialer Ausgrenzung betroffene Personen). Deshalb leisten sie einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt, zu Beschäftigung und zum Abbau von Ungleichheiten. Das Projekt verfolgt das Ziel, vom Arbeitsmarkt ausgegrenzte Menschen über die Möglichkeiten der beruflichen und gesellschaftlichen Integration mittels sozialer Unternehmen zu informieren und sie zur Mitarbeit zu aktivieren oder selbst über eine Selbstständigkeit zu reflektieren. Parallel dazu werden Akteure sozialer Unternehmen geworben. Diese werden bei einer Informationsveranstaltung ihre Produkte und Dienstleistung präsentieren und Interessierten diese Beschäftigungsfelder /-möglichkeiten näher bringen. Ferner finden individuelle Gespräche mit Interessierten statt, die bei der Verfolgung ihrer Integrationswünsche unterstützt werden.
  • Innovativer Aspekt: Dieser Ansatz ist innovativ, da die Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich des Sozialen Unternehmertum bei der Zielgruppe der schwer integrierbaren Langzeitarbeitslosen nicht bekannt ist. Über Einzel- und Kleingruppengespräche werden die Beschäftigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten erläutert. Die Informationsveranstaltung trägt dazu bei, erfolgreiche Beispiele zu präsentieren und Mut für eine Beteiligung in diesem Feld zu machen.

Du bist Dein Business

  • Träger: Susanne Jestel
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 01.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Zentrale Ressource von Solo-Selbstständigen - insbesondere aus der Kreativwirtschaft- ist die eigene Persönlkeit. Im Geschäftsalltag müssen die Kleinunternehmen unterschiedliche Rollen ausfüllen. Dabei arbeiten sie oft nicht bewusst mit ihren umsatzbringenden Kernkompetenzen. Klassische Unternehmensberatung wird oft als unpassend empfunden. Solo-Selbstständige/Kreative fühlen sich nicht gesehen und reagieren mit Skepsis /Ablehnung. Ziel: Betriebswirtschaftliche Ziele werden über Klarheit der eigenen Persönlkeitsstruktur erreicht (bspw. Honorar-/Preisgestaltung mit Selbstwert). Solo-Selbstständige/Kreative erkennen ihre Kernkompetenzen und nutzen ihr Potential strategisch, um das eigene Business erfolgreicher zu entwickeln und ökonomisch unab-hängig zu werden. Durch Befragungen werden die Bedürfnisse nach Unterstützung bei der Stabilisierung der kreativen Unternehmen ermittelt. Ein innovatives Unterstützungskonzept, zugeschnitten auf die besonderen Bedürfnisse der ZG wird entwickelt und getestet. Die ZG wird für Beratung sensibilisiert, Synergien gehoben. Auf bisher in die Unternehmensentwicklung investierte Ressourcen wird aufgebaut. Die 10-jährige Erfahrung von Susanne Jestel als selbstämdige Modedesignerin fließen ein.
  • Innovativer Aspekt: Innovative Kombination von Methoden der Persönlichkeitsentwicklung/ Feststellung Kernkompetenzen mit betriebswirtschaftlicher Unterstützung (Marketing) mit dem Ziel, kleine Unternehmen zu stabilisieren/erfolgreich zu entwickeln. Präzisierung der Positionierung/ strategische Ausrichtung auf Basis eines reflektierten Verständnisses der eigenen Persönlichkeitsstruktur. Aufschließen der bisher einer klassischen Unternehmensbera-tung abgeneigten Zielgruppe für Unterstützungsangebote/wirtschaflich orientierte Beratung.
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Studie zur Realisierung einer Modemanufaktur im Bezirk

  • Träger: LOK e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2014 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.570,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Die Studie dient als Vorbereitung zum Aufbau einer "Modemanufaktur" im Bezirk. Sie zielt darauf ab, auszuloten, ob a) der häufig geäußerte Wunsch, Mode vor Ort zu produzieren, bei Schaffung von Rahmenbedingungen tatsächlich auch in Aktivitäten umgesetzt wird, b) wie diese Rahmenbedingungen auszusehen haben, c) welche Partner ins Boot geholt werden müssen und d) welche Finanzierungssquellen genutzt werden können, um den Aufbau eines entsprechenden Vorhabens voranzutreiben und soweit zu professionalisieren, dass es sich selbst trägt. Wie eine vorgesehene Qualifizierung von Näher/innen für den besonderen Bedarf von Modelabels in die Umsetzung der Modemanufaktur eingebettet werden kann, ist ebenso Bestandteil der Studie wie die Themenfelder Arbeitgeberzusammenschlüsse und "Angestellte/r Unternehmer/in", die für Struktur und Funktionalität eine wichtige Rolle spielen. Auch der rechtliche Aspekt ist in diesem Zusammenhang in die Studie mit einzubeziehen.
  • Innovativer Aspekt: Die Modemanufaktur nutzt brachliegendes Produktionsequipment + brachliegendes Expertenwissen (z.B. bei Schildkröte) einerseits, ungenutzte Kompetenzen von arbeitslosen Menschen + kreat. Potential von Modemacher/innen andererseits + bringt diese in einer win-win-win-Situation zusammen. Die räuml. Nähe von Idee + Produktion befördert Qualitätssteigerung + Output. Und das Konstrukt Modemanufaktur als solches kann neue Formen der Beschäftigung über Arbeitgeberzusammenschlüsse generieren.
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Potenzialanalyse der Gewerbestruktur Dresdener Straße

  • Träger: die raumplaner
  • Laufzeit: 01.11.2013 – 31.10.2014
  • Beantragte Fördersumme: 9.974,33 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Nach Auswertung der geplanten Erhebungen werden Empfehlungen für die Unternehmen der Dresdener Straße und für relevante Akteure aus dem Kultur- und Bildungsbereich sowie Beschäftigungssektor formuliert, um besser die Synergien zwischen Beschäftigung und Bildung im Kiez nutzen zu können. Dabei werden Hinweise für die Ausrichtung vorhandener wie die Erschließung zukünftiger Beschäftigungsfelder sowie Bildungsmöglichkeiten gegeben, wobei benachteiligte Personengruppen im Vordergrund stehen.
  • Innovativer Aspekt: Dargestellt wird die Bedeutung der Gewerbestruktur für die sozialen Netzwerke einer Straße. Wie können Gewerbestrukturen dazu beitragen, dass das gesamte Gefüge zwischen Gewerbe, Dienstleistung, kulturellen und Bildungsangeboten mit den Bewohnern und Besuchern funktioniert. Welche Synergien ergeben sich über die Berücksichtigung aller Akteure einer Straße.
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