Projekte 2013

28 Projektvorschläge gingen in der Geschäftsstelle ein. Die Jury wählte 10 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 100.000 € aus. Weitere 3 Projekte wurden als Nachrücker benannt. Alle 13 Projekte erhalten eine Förderung.
Nähere Informationen über die Inhalte und Laufzeiten finden Sie nachfolgend.

Be able Ost - X

  • Träger: "Integrationszentrum für ausländische Frauen und Familien BOX 66" der BQG Ankunft für Immigrantinnen und Immigranten gGmbH
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 7.952,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Ziel des Projektes ist 1. der Aufbau eines Handarbeiterinnenpools erwerbsloser Migrantinnen, die a) über Talente und Motivation verfügen und b) befähigt werden, eigene marktfähige Produkte zu entwickeln und herzustellen 2. die Gründung eines gemeinsamen Labels unter dem Namen "be able Ost-X" (Arbeitstitel) und 3. die Eröffnung eines internetgestützten Verkaufsshops gemeinsam mit Designerinnen des sozial orientierten Labels be able (Isabelle Dechamps u. Melinda Barth). Das Vorhaben setzt das LSK-Projekt Interkulturelle Kreativwerkstatt (2012) mit den dort gemachten Erfahrungen in der Arbeit mit Migrantinnen im Bereich kreative Handarbeit auf einer neuen Stufe fort: Es geht um eine Professionalisierung der Handarbeit der beteiligten Frauen im Rahmen des Modellprojektes partizipatives Design, initiiert von jungen DesignerInnen.
  • Innovativer Aspekt: Der Projektansatz verlässt das gewohnte Prinzip eines Freizeittreffs für Migrantinnen und deren Beschäftigung im Sinne niedrig schwelliger Sozialarbeit. Die Projekt-TN müssen bereit sein, sich fachlichen, unternehmerischen und sozialen Lernprozessen zu stellen und sich für den Erfolg des Projektes zu engagieren. Es geht auch nicht um die Förderung einer individuellen Existenzgründung, sondern um einen kollektiven Lernprozess, wie das Bedürfnis nach Arbeit und Einkommen erfüllt werden kann.

BILEnet Lausitzer (Netzwerk Beschäftigung im Lebensmittel-Einzelhandel im Lausitzer Kiez)

  • Träger: Kulturverein Markthalle Neun e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 9.998,60 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Personen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Aufbau eines Netzwerkes des kleinteiligen Lebensmittel-Einzelhandels im Quartier um den Lausitzer Platz und die Markthalle Neun mit den Ziele:
    - Erhalt und Ausbau von Beschäftigungsmöglichkeiten im kleinteiligen Lebensmittel-Einzelhandel
    - Unterstützung der Qualifizierung und Existenzgründung von am Arbeitsmarkt benachteiligten Zielgruppen für eine Beschäftigung im kleinteiligen Lebensmittel-Einzelhandel
    - Verbesserung der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung im Quartier um den Lausitzer Platz und die Markthalle Neun mit qualitätsvollen und frischen Lebensmitteln
  • Innovativer Aspekt: Im kleinteiligen Lebensmittel-Einzelhandel, gerade im Marktbereich, handelt es sich meist um Klein- und Kleinstunternehmen, die als einzelne mit ihren Ressourcen bei der Lösung von Problemen schnell an ihre Grenzen geraten. Zentrales Problem hier ist die Personalgewinnung und -qualifizierung und das vor dem Hintergrund der gleichzeitigen hohen Arbeitslosigkeit im Bezirk. Innovativ ist es hierfür kooperative Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dafür braucht es eine dauerhafte Netzwerkstruktur.

Endlich trauen - selber bauen!

  • Träger: BAUFACHFRAU Berlin e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Ziel ist d. Durchführung von mehr. "Handwerkerinnen-Workshops" von Fachfrauen für Frauen in Gewalt-/Krisensituationen in Kooperation mit dem FrauenNachtCafe in den Räumen von Wildwasser. Dabei steht im Vordergrund, dass die TN ihre eigenen Ressourcen und die ihres Netzwerks kennen/nutzen lernen, d.h. das eigene Empowerment im handwerklichen Bereich stärken. Dabei erfahren sie einerseits ihre Selbstwirksamkeit und stärken ihre Schlüsselkompetenzen für eine mögliche Integration in den Arbeitsmarkt und erwerben andererseits das Know-How zur Durchführung von Kleinreparaturen und zur Innenraumeinrichtung (der eig. Wohnung oder in Räumen des Gemeinwesens). Das Projekt umfasst die Bereiche Innenraum-/ Wandgestaltung, Holzbearbeitung/ Möbelbau, Elektrotechnik/ Beleuchtung, Wandmontagen und Reparaturen. Die Workshops finden überwiegend im Frauenladen/ Frauenberatungsstelle von Wildwasser statt und bearbeiten dort reale räumliche Defizite. Die Erprobung der eigenen gestalterischen und handwerklich-technischen Talente findet damit gleich eine konkrete Anwendung, deren Ergebnisse von allen Besucherinnen von Wildwasser genutzt werden. Weitere Workshops finden in der Tischlerei von BFF statt.
  • Innovativer Aspekt: Einfache Handwerkstätigkeiten werden professionell von Fachfrauen in niedrig schwelligen Praxis-Workshops vermittelt. Die Nutzerinnen werden zur Selbsthilfe angeleitet, üben die Praxis gleich in den Räumen von Wildwasser und erfahren direkt ihre Selbstwirksamkeit. Die individuelle Qualifizierung wird sofort für die Reparatur/Gestaltung/Pflege der gemeinschaftlichen Räume genutzt. "Ich kann das" ist das Motto - "Ich mach das" die Lösung.

Internetwissen für Frauen 50+

  • Träger: FRIEDA-Frauenzentrum e.V.
  • Laufzeit:07.01.2013 – 22.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 9.505,80 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel des Projektes ist es, Frauen über 50 Jahre, die Arbeit suchend sind bzw. ein Ehrenamt ausüben wollen, den Zugang zum World Wide Web zu erleichtern. Sie lernen, Informationen über ausgeschriebene Stellen, Unternehmen und Betätigungsfelder zu recherchieren und sich auf diesem Weg zu bewerben. Es werden Seminare stattfinden, in denen die Frauen selbst das Erlernte an Laptops ausprobieren können. Der (N)Onliner Atlas von 2012 belegt, dass immer noch jede zweite Frau über 50 Jahre offline ist. Gleichzeitig gelten arbeitslose Frauen über 50 auf dem Arbeitsmarkt als schwer vermittelbar. Ergänzend belegt die McKinsey-Studie „Wettbewerbsfaktor Fachkräfte“, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen und älteren Arbeitnehmern als wichtiges Potential zu betrachten ist, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
  • Innovativer Aspekt: Die neuen Medien und das Social Web sind immer noch ein für viele Menschen unbekannter Bereich. Seminare zu diesen Themen informieren häufig, bieten aber keinen Raum, um sich selbst auszuprobieren und praktisch und mit Anleitung das neue Wissen zu festigen. Durch die Bereitstellung von Laptops bei den Seminaren erhalten die Teilnehmerinnen die Möglichkeiten, das Erlernte direkt und mit Unterstützung der Seminarleitung umzusetzen.

JUKOBA – junge medienkommunikation barrierefrei

  • Träger: multicult.fm Radio- und Medienproduktionsfgesellschaft gUG
  • Laufzeit: 01.03.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Weiterqualifikation von Migrant/innen, Verbesserung der sprachlichen Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten im Hinblick auf Chancen und Einstiegsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Moderations- und Sprachtraining, die Fähigkeit Unternehmen (insbesondere mittelständische) zu kommunizieren und darzustellen (PR), Radioproduktion als Arbeits- und Lernmodell zu diesem Zweck, Bewerbertraining, erfolgreiches Sprechen und Kommunizieren vor Publikum, temporäre Mitarbeit (Hospitation, Praktikum) in Berliner Unternehmen. Ein positives Lernmodell für die jungen Teilnehmer stellen die zweisprachigen Sendungen von multicult.fm dar, mit deren Hilfe Sprachbarrieren überwunden werden. Der Einsatz der "I-media software" mit deren Hilfe Sendungen zeitgleich in Türkisch und Deutsch gesendet werden können, wertet die Muttersprache auf und öffnet die Bereitschaft zum Erlernen der Lingua-Franca Deutsch auf einem Niveau das über Alltagskommunikation hinausgeht.
  • Innovativer Aspekt: Zusammensetzung der Teilnehmer(innen): (langzeit)arbeitslose Migrant/innen, unterschiedlicher Altersgruppen, junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung, etc. Über den Erwerb von Sprach- und Medienkompetenz hinaus, erwerben die Teilnehmer(innen) das Know How sich selbst und ein Unternehmen (das Radio) zu kommunizieren.

Junge Arbeitswelt in Bildern

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.02.2013 – 30.11.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Junge Menschen werden in der öffentlichen Darstellung selten am Arbeitsplatz abgebildet, vielmehr werden sie in Freizeitaktivitäten sichtbar. Dieser Mangel an erwerbstätigen Vorbildern macht es Schüler/innen vor und während der beruflichen Orientierung schwer, sich als spätere Erwerbstätige zu identifizieren. Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam mit Schüler/innen der 7. bzw. 8. Kl. einer Sekundarschule junge Menschen am Arbeitsplatz zu interviewen, zu fotografieren und die Ergebnisse für andere Schüler/innen aufzubereiten. Die entstandenen Fotos werden vergrößert, gerahmt und von den Berufserkunder/innen mit Eindrücken und Informationen der jeweiligen Klassenstufe präsentiert. Anschließend werden die Fotos mit kurzen berufskundlichen Texten in Klassenräumen, Fluren und Mensen/Cafeterien aufgehängt. Das Sichtbarmachen von jungen Menschen am Arbeitsplatz wirkt somit auch auf Schüler/innen, die nicht aktiv am Projekt beteiligt sind. Dieses Projekt soll zusammen mit Schüler/innen der Sekundarschule Graefestraße umgesetzt werden. Es werden Betriebe aus verschiedenen Branchen akquiriert, an denen die Berufserkundungen durchgeführt werden. So wird das Netzwerk zwischen Schule und Betrieben weiter ausgebaut.
  • Innovativer Aspekt: Junge Menschen nicht in der Freizeit, sondern gezielt in der Arbeitswelt darzustellen, ist ein Ansatz, der insbesondere in den Medien wenig Berücksichtigung findet. Erwerbstätige Identifikationsfiguren anhand von Fotos für Schüler/innen vor und während der Berufsorientierung zur Verfügung zu stellen ist ein neuer Ansatz, der insbesondere in Schulen erprobt und etabliert werden sollte.

„Lokale Geschichte(n)" – Medien- und Dialogprojekt für jüdische & muslimische Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg.

  • Träger: AVIVA Berlin
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: In Zusammenarbeit mit BWK (Interkulturelles Projekt: "Journalismus-Fortbildung für Migranten") möchte das Mikroprojekt 12 Teilnehmerinnen in intensivem Training mit dem grundlegenden Handwerkszeug und der Arbeitspraxis der Journalistik-Branche vertraut machen. Jüdische & muslimische Frauen, insbesondere aus Friedrichshain-Kreuzberg, sollen unter Anleitung der Redaktion die Biographien muslimischer und jüdischer Frauen aus ihrem Bezirk recherchieren und ihre eigene Reportage zu „ihrer" Frau verfassen. Ein Großteil der Arbeit umfasst das Erlernen von Recherchestrategien (im Internet, in Archiven vor Ort, in Literatur zum Thema) sowie den Abbau von Kommunikationshürden und -hemmungen im Umgang mit Institutionen und Behörden. Durch die anschließende redaktionelle Aufbereitung des Text- und Bildmaterials werden technische Berührungsängste/Unsicherheiten gezielt ausgeräumt. Geplant ist, die entstandenen Reportagen nach Abschluss des Projektes in repräsentativen Institutionen des Bezirks auszustellen, wobei alle Beteiligten Gelegenheit erhalten, Publikum und Presse ihre Arbeit vorzustellen. Zielgruppe: Jüdische und muslimische Migrantinnen jeden Alters und jedes Bildungsstandards, unabhängig von journalistischer Vorbildung oder Arbeitserfahrung.
  • Innovativer Aspekt: Projekte zur Verbesserung der beruflichen Integration von Migrantinnen konzentrieren sich meist ausschließlich auf türkisch-, bzw. arabischstämmige Frauen. Die in Berlin lebenden jüdischen EmigrantInnen aus Russland (etwa 7.000) und Israel (über 2.800) werden dabei kaum berücksichtigt und auch in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Das Projekt vermittelt jüdischen und muslimischen Frauen das Handwerkszeug, um beruflich Fuß fassen zu können. Nur jede/r 50. JournalistIn hat keinen typisch deutsch klingenden Namen.

Neue Horizonte im Kiez mit Kreativität, Kunst und Kultur

  • Träger: ajb gmbh, gemeinnützige Gesellschaft für Jugendberatung und psychosoziale Rehabilitation, Zuverdienst, Kreativbereich
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Im Kreativbereich der ajb gmbh schaffen Künstler mit psychischen Handicaps Werke der Malerei, Literatur und Theater. Präsentation in der Öffentlichkeit und der Verkauf der künstlerischen Werke ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Eine Vermarktung der erstellten Kunst ist nicht nur wegen der starken Konkurrenz, sondern auch wegen fehlender Professionalisierung in diesem Bereich schwierig. Mit dem LSK-Projekt sollen die Künstler befähigt werden, sich als Künstlergruppe und individuell als Künstlerpersönlichkeit in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gerade seelisch belasteten Menschen fällt das besonders schwer. Sie benötigen für die Schritte an die Öffentlichkeit einen professionellen und geschützten Rahmen. Durch öffentliche künstlerische Selbstdarstellung sollen die Kompetenzen und das Selbstbewusstsein der TN gestärkt werden. In Workshops, Fortbildungen und Praxiserprobungen erarbeiten sich die TN Kompetenzen in Kommunikation, Veranstaltungsplanung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch können sie ihre Beschäftigungschancen verbessern und einen großen Schritt in der berufl. Entwicklung machen.
  • Innovativer Aspekt: Das Medium Kunst schlägt die Brücke zwischen gesellschaftlichen Kluften. Benachteiligte Menschen rücken durch künstlerischen Ausdruck in das Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit. Theoretische Kenntnisse, die in Fortbildungen erlernt werden, fließen in die praktische Umsetzung ein. Die berufliche Qualifizierung zum Künstler verfolgt keinem festen IHK-Ablauf, sondern muss den Persönlichkeiten und Gegebenheiten entsprechend zusammengestellt werden.

Progress in Process / Projektwerkstatt

  • Träger: Heilehaus e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 9.980,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung
  • Ziel: “Progress in Process” ist eine Projektwerkstatt, die arbeitslose Jugendliche sowohl psychologische als auch sozial und praktisch auf ein Arbeitsleben vorbereitet und in dieses integriert. Gleichberechtigung und Integration sind wichtige Ziele. In einer 12monatigen Projektwerkstatt werden Sozialverhalten, Visionserstellung, Problembewältigung, Konfliktlösung und Projektentwicklung geübt. 20 TeilnehmerInnen werden in bereits bestehende oder neu gebildete Arbeitsstrukturen eingebunden, um Betriebsabläufe, Teamarbeit und einen Arbeitsalltag zu erlernen und ihren Beitrag zum Allgemeinwohl im Stadtteil zu leisten. Im Heilehaus werden verschiedene Arbeitsfelder angeboten: Gruppenbegleitung, soziale Begleitung, Renovierung und handwerkliche Tätigkeiten, Betreuung der Badestube, etc. Zusätzlich zum Training und zur Praxiserfahrung werden Einzelcoaching-Sitzungen zur gezielten Förderung angeboten. Am Ende der Projektwerkstatt werden die entwickelten Projekte der Öffentlichkeit vorstellt, um u. a. Kontakte mit Sponsoren und anderen Existenzgründern zu knüpfen. Ziel ist es, die notwendigen Kompetenzen für ein erfolgreiches Arbeitsleben zu erlernen, Arbeits- und Projekterfahrung zu sammeln und konkrete Schritte aus der drohenden oder bestehenden Arbeitslosigkeit zu tun.
  • Innovativer Aspekt: Im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention ist das Heilehaus seit fast 30 Jahren erfolgreich und trägt zu mehr Lebensqualität im Kiez bei. Dieses vielschichtige Angebot wird, um den Aspekt der Vorbereitung auf die Berufswelt erweitert. Die TeilnehmerInnen werden psychologisch und praktisch auf das Arbeitsleben vorbereitet, was Schulen oft nicht bieten können. In dieser neu definierten Ganzheitlichkeit besteht die Innovation. Eine prozess- und praxisorientierte Projektwerkstatt verbindet beide Aspekte.

Pflege als Beruf (ung)

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.02.2013 – 30.11.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Im Arbeitsfeld Pflege und Betreuung wird es in den nächsten Jahren einen enormen Arbeitskräftebedarf geben. Dem gegenüber gibt es ein hohes Potenzial erwerbsloser Migrant/innen, die gute Voraussetzungen für dieses Arbeitsfeld mitbringen, jedoch Vorbehalte gegen professionelle, insbesondere außerhäusliche Pflege und Betreuung von Senior/innen und Menschen mit Behinderungen haben. Gleichzeitig wächst der Anteil älterer Migrant/innen, die von Familienangehörigen nicht im wünschenswerten Umfang gepflegt und betreut werden können. In diesem Projekt geht es darum Vorbehalte aufzugreifen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und aufzuarbeiten. Über den Weg bestehende Vorurteile zu hinterfragen und mit familiären und gesellschaftlichen Gegebenheiten/Erfordernissen abzugleichen, soll es gelingen ein größeres Interesse für dieses Arbeitsfeld zu wecken. In Gesprächskreisen wird das Thema Pflege aufgegriffen, bearbeitet und später ausgewertet. Der Pflegestützpunkt wird eine Informationsveranstaltung durchführen. Migrant/innen, die in der Pflege arbeiten, werden eingeladen, um aus ihrem Arbeitsalltag zu berichten. Ein nächster Schritt ist die Besichtigung von stationären Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Tagespflege.
  • Innovativer Aspekt: Bisher werden Vorbehalte von Migrant/innen gegenüber dem Arbeitsfeld Senioren- und Behindertenpflege kaum thematisiert und folglich nicht bearbeitet. Die Kombination aus Gesprächskreisen, Informationsveranstaltungen, Besichtigungen von Pflegeeinrichtungen und anschließende Auswertung insbesondere hinsichtlich der Inanspruchnahme professioneller Unterstützung im familiären Umfeld sowie Pflege als Beruf ist ein innovativer Ansatz, der umgesetzt werden sollte.

Die Schulgarten AG an der Lenaugrundschule

  • Träger: Ludger Drunkemühle
  • Laufzeit: 01.03.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
    Ziel: Mit Hilfe des Vorhabens soll der zur Zeit ungenutzte Schulgarten der Lenau-Grundschule in der Nostizstraße 60 für grundlegenden Wissenserwerb von gärtnerischem Handeln nutzbar gemacht werden. Eltern qualifizieren sich in gärtnerischem Umfeld und entdecken neue Wege. In der Kooperation von der Schule und den TN bleibt der Schulgarten erhalten und wird genutzt. Die Teilnehmer erarbeiten im Laufe eines Jahres die notwendigen Kenntnisse, um den Garten im Sinne eines Produktionsstandorts für gärtnerische Produkte zu entwickeln und dieses Wissen in Zukunft selbständig zu erweitern und für andere verfügbar zu machen. Von der Bodenvorbereitung, über das Aussäen und die Pflege der Kulturen bis hin zur Ernte und Verarbeitung wird gemeinsam ein Gartenjahr gestaltet. Hierbei erhält der Garten die Funktion eines Lernorts für gemeinsames Lernen von Erwachsenen und Kindern. Die Teilnehmer werden somit für gärtnerische Tätigkeiten qualifiziert und können von „hier aus“ weitere Schritte in einem ständig expandierendem grünen Berufsfeld gehen. Im besonderen sollen Pflanzen „alter Sorten“ angebaut werden um die Biodiversität zu erhalten und diese Vielfalt thematisieren zu können.
  • Innovativer Aspekt: Innovativ ist im besonderen, dass das gärtnerische Jahr fachmännisch begleitet wird, und somit auf die einzelnen Bedürfinisse der Teilnehmer zugeschnitten werden kann. Arbeiten und eine Orientierung für weitere berufliche Anknüpfungsmöglichkeiten werden geschaffen. Sowohl der Anbau als auch die Wissensvermittlung schaffen die Grundlagen für naturpädagogisches Handeln.

LA 54

  • Träger: LA 54 e.V.
  • Laufzeit: 01.07.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Ziel des Projektes ist es ein Netzwerk von Künstlern, Musikern, Kuratoren und Geisteswissenschaftlern aufzubauen, das durch professionelle Zusammenarbeit Kreativarbeitsplätze schafft, indem es Atelier- und Studioräume für prekär beschäftigte Künstler anbietet und einen angeschlossenen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum etabliert, durch dessen Einnahmen Künstlern geholfen wird, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Eine Arbeitsstätte für dieses Vorhaben wird zukünftig voraussichtlich in der Landsberger Allee 54 zur Verfügung stehen. Es soll eine Studie entstehen, über das spartenübergreifende und interkulturelle Zusammenarbeiten an der Entwicklung und Umsetzung von Ausstellungsprojekten, indem Zweigstellen oder Hauptsitze verschiedener kultureller, bildender und sozialpolitischer Einrichtungen und Akteure, in die Räumlichkeiten eingegliedert werden.
  • Innovativer Aspekt: Durch kreatives Arbeiten und Diskussionen, soll sich sozialen und kulturellen Fragen aus verschiedenen Perspektiven angenähert werden: Philosophie, Geschichte, Sozial-/Kulturwissenschaft, Politik, Bildende/ Darstellende Kunst, Musik, Biologie und Technik; und in eine Präsentation/Ausstellung münden. Eine Mischkalkulation der Einnahmen dieser spartenübergreifenden Veranstaltungen, soll es allen Akteuren der verschiedenen Bereiche, wie Geisteswissenschaften, Medien- und Kunstformen ermöglichen, Einnahmen zu erzielen.

Webbasierte Vernetzung von Mädchen- und Frauenprojekten in Friedrichshain-Kreuzberg, Intensivierung und Unterstützung des Frauenprojekteplenums (FNFK)

  • Träger: tech-teachers e.V.
  • Laufzeit: 02.05.2013 – 31.12.2013
  • Beantragte Fördersumme: 9.850,00 €
    Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Ziel des Projektes ist die webbasierte Vernetzung/ Präsentation des bestehenden Frauennetzwerkes (Frauenprojekteplenum FK), der Mitgliedsprojekte und deren Angebote durch die abgestimmte Erstellung einer redaktionssystembasierten Webseite zur Veröffentlichung der Veranstaltungen, Online-Präsentation der Angebote aller bezirklichen Mädchen- und Frauenprojekte/-initiativen mit Kalenderfunktion, Synergien durch virtuelle Vernetzung der Projekte. Ehrenamtliche und Mitarbeiterinnen bauen Medienkompetenz auf, geeignete MitarbeiterInnen übernehmen Administrationsaufgaben. Dadurch soll das Frauenprojekteplenum FK und dessen Angeborte stärker bekannt werden. Die Mitgliedsprojekte erstellen und pflegen die Angebote selber. Die Angebote und Termine werden durch die Kalenderfunktion und die Einbindung eines RSS Feeds übersichtlich aufgearbeitet und durch Social Media-Aktivitäten ergänzt. Die mitwirkenden Projekte entscheiden im Prozess, wie und wo die Webseite weitergeführt und administriert wird.
  • Innovativer Aspekt: Eine zentrale Webseite auf der sich bezirkliche Mädchen- und Frauenprojekte mit ihren Angeboten und Projekten präsentieren gibt es bisher nicht. Angebote und Termine werden einfach, öffentlichkeitswirksam und vor allem kostengünstig den Bürgerinnen und Bürger bekannt gemacht. Die beteiligten Projekte lernen ihre Angebote selbst einzupflegen, so dass die Webseite leicht aktuell gehalten werden kann. Die Vernetzung der im Bezirk aktiven Projekte und Initiativen wird virtuell unterstützt und damit gestärkt.