Projekte 2012

Aus den 40 eingereichten Projektvorschlägen hat die LSK-Jury für das Jahr 2012 elf Projekte ausgewählt. Diese Projekte haben ein Fördervolumen von insges. 107.197,70 €. Vier weitere Projekte wurden als Nachrücker benannt, von denen nunmehr zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 20.000,00 € umgesetzt werden. Nachfolgend finden Sie einen Kurzüberblick über diese ausgewählten Projekte.

Bauhütten.aus.Bildung

  • Träger: Friedrichstadt Süd e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Ab Mitte 2012 entsteht auf den Bauflächen am ehemaligen Blumengroßmarkt das Kunst- und Kreativquartier (KuKQ). Das Projekt Bauhütten.aus.Bildung (BaB) nutzt das Jahr 2012 um eine Bauhütte zu konzipieren, welche es Jugendlichen über die aktive Teilhabe am Entstehungsprozess des KuKQ´s ermöglicht, sich mit den Berufsbildern des Bauwesens und der Kreativwirtschaft zu beschäftigen. In einem Werkstattprozess wird mit Jugendlichen die Architektur und das Betriebsmodell der Bauhütte entwickelt. Dabei wird im Kleinen bereits das praktische Vermitteln von berufsrelevanten Kompetenzen praktiziert, welches die Bauhütte prägen soll. Parallel wird mit Experten aus Berufsverbänden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen das ausbildungsorientierte Programm der Bauhütte erarbeitet und ein Aktionsplan zur Einbindung zukünftiger Eigentümer und Nutzer des KuKQ entwickelt. Die Bauhütte schlägt eine Brücke zwischen bildungsfernen Haushalten und dem KuKQ. Ziel ist es ein lebendiges Begegnungs- und Bildungsformat zu etablieren. Eigentümer und Nutzer des KuKQ werden als soziale Verantwortungsträger aktiviert. Das Projekt BaB leistet einen Beitrag zur kooperativen Integration von bestehenden Netzwerken, bildungsfernen Haushalten und neuen Nutzern und Eigentümern des KuKQ.
  • Innovativer Aspekt: Das Projekt ist innovativ, da es vorausschauend Integrations- und Ausbildungspotentiale erkennt und aktiviert. Es wird ein Impuls gebender Kontaktraum zwischen schwer zu integrierenden Bereichen (Jugend/Kreativwirtschaft) geschaffen. Die Jugendlichen sind dabei nicht nur Adressaten einer Maßnahme sondern werden als aktive Gestalter eines Identität stiftenden Begegnungsortes ernst genommen. Das Model "Bildungspartnerschaften am Bau" wird erprobt.

Berufsorientierung im Gesundheits- und Sozialbereich an einer Sekundarschule

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.05.2012 – 30.11.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Während eines LSK Projektes, dass Die Wille gGmbH im Jahr 2011 (Junge Männer in sozialen Berufen) durchführte, stellte sich im Projektverlauf heraus, dass weniger Informationsveranstaltungen über bestimmte Berufsgruppen für junge Menschen interessant sind. Statt dessen benötigen sie konkrete Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen. Ca. 100 Schüler/innen der Ferdinand-Freiligrath-Schule werden ausgewählte Ausbildungsberufe und Ausbildungswege im sozialen und Gesundheitsbereich kennen lernen. Es wird eine Übersicht von Praktikum gebenden Einrichtungen erstellt. Bis zu 10% der informierten Schüler/innen absolvieren im November 2012 ein Betriebspraktikum, das über die Die Wille gGmbH organisiert und vermittelt wird. Die Praktikumsgeber/innen werden für die Kompetenzen auch von Integrationsschüler/innen sensibilisiert. Berufe aus dem sozialen und Gesundheitsbereich werden in der Schule vorgestellt, um Schüler/innen für dieses Berufsfeld zu interessieren. Den Schüler/innen werden Kontakte zu Gesundheits- und Sozialeinrichtungen vermittelt und Ausbildungswege aufgezeigt. Konkrete Praktikumsangebote werden vermittelt. Praktikumsgeber werden verstärkt auf Praktikumsplätze für Integrationsschüler nachgefragt.
  • Innovativer Aspekt: Die Ferdinand-Freiligrath-Schule legt großen Wert auf eine frühzeitige und realistische Planung der Betriebspraktika ihrer Schüler/innen. Dabei wird die Schulsozialarbeit und auch die Berufsberatung des BIZ bereits in Anspruch genommen. Es gibt bereits Kontakte zu festen Praktikumsgebern. Gleichwohl gestaltet sich die Kontaktaufnahme zu Einrichtungen vor allem im sozialen und gesundheitsorientierten Bereich schwierig. Hier bietet das Projekt neue Ansätze, die bisher noch nicht genutzt worden sind.

Bleib dran! – Unterstützung beim Eintritt in Ausbildung und Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund

  • Träger: AKARSU e.V.
  • Laufzeit: 01.03.2012 – 31.07.2012
  • beantragte Fördersumme: 9.999,95 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Im Projekt soll der Zugang zum Erwerbsleben (Ausbildung und Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt) geebnet werden. Durch die Ermittlung sowohl der individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen als auch der individuellen Wünsche und Bedarfe sollen Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in geeignete Ausbildung bzw. Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt passgenau vermittelt und kultursensible beraten werden.Dazu erfolgt eine individuelle Kompetenz- und Bedarfsermittlung und eine individuelle Bewerbungsberatung in enger Kooperation mit Unternehmen, insb. aus dem Netzwerk des Kooperationspartners TUH e.V., v. a. mit den Preisträgern des TUH- Wettbewerbs „Vielfalt in der Arbeit“. Es werden Schnuppertage für die Teilnehmerinnen in den Betrieben und „Akquise-für-beide-Seiten-Veranstaltungen“ angeboten. Die Teilnehmerinnen werden zukünftigen Arbeitgebern und Ausbilder persönlich zusammengeführt. Sie sollen unterstützt und in geeignete Ausbildung bzw. Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden.
  • Innovativer Aspekt: Es handelt sich um ein kultursensibles Angebot bei dem es kurze Wege zwischen den Teilnehmerinnen und potenziellen Ausbildungsbetrieben bzw. Arbeitgebern gibt. Sie erhalten Einblicke in die Praxis. Die „Bringschuld“ der Bewerberinnen wird aufgehoben und auch die Unternehmen sind aufgefordert sich vorzustellen. Die Beratung und Information findet in einem anderem Umfeld statt als in der Arbeitsagentur und dem Jobcenter. Es stehen weibliche Teilnehmerinnen im Fokus (genderspezifische Kommunikation und Informationsvermittlung)

Interkulturelle Krteativwerkstatt BOX 66

  • Träger: BQG Ankunft
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 7.629,73 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Das Projekt ist ein niedrig schwelliges Angebot für arbeitslose, gering qualifizierte MigrantInnen, die über Talente im Bereich der Handarbeit und der Projektorganisation verfügen und für die vorgesehene Beschäftigung motiviert sind. Ziel des Projektes ist die Bildung eines ehrenamtlichen interkulturellen Werkstatt-Teams, das als lernende Organisation die vorhandenen Ressourcen aller TeilnehmerInnen entdeckt und entwickelt und sie befähigt, erstens unternehmerisch und zweitens gemeinwesenorientiert, nachbar-schaftlich zu denken und zu handeln. Die TeilnehmerInnen werden fachlich-künstlerisch und handwerklich betreut. Zusätzlich werden sie in Workshops und learning by doing einfach und verständlich in die Grundlagen der unternehmerischen Selbstorganisation, in Trendanalyse, Projektorganisation sowie PR und Marketing eingeführt. Es ist vorgesehen, dass sie ihre Produkte im Handmade Supermarket Berlin-Kreuzberg und auf einer eigenen Website zum Kauf anbieten. Die TeilnehmerInnen lernen im 2. Halbjahr eine gemeinwesenorientierte Kreativwerkstatt zu betreuen, die an vier Abenden im Monat für die Nachbarschaft geöffnet ist.
  • Innovativer Aspekt: Die im Alltag und am Arbeitsmarkt benachteiligten TeilnehmerInnen entwickleln nicht nur ihre sozialen, sprachlichen und handwerklichen Kompetenzen, sie erwerben Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Selbstorganisation, in der Projektorganisation und im unternehmerischen Denken und Handeln. Die Projektarbeit einer Gruppe MigrantInnen (Werkstatt-Team) ist die Basis für ein Nachbarschaftsprojekt (Kreativwerkstatt). So werden ZWEI Projektideen GEBÜNDELT.

Jugendgalerie für Streetartkunst mit alternativem Andenkenverkauf

  • Träger: Kreuzberger Musikalische Aktion e.V.
  • Laufzeit:01.01.2012 – 31.10.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: In der Gegend südliche Friedrichstadt eröffnen immer mehr Galerien und viele Touristen kommen gezielt mit der U-Bahn zum Galeriebesuch in die Gegend. Da der KMA e.V. viele Streetartkünstler kennt, kam die Idee einer alternativen Galerie für Jugendliche mit Grafitti - kunst und Installationen. Mit dieser Galerie soll jugendlichen Künstlern aus dem Kiez und internationaler Herkunft ein Raum geben werden, um ihre Kunst bekannt zu machen und verkaufen zu können. Jeden 2. Monat wird ein neuer Künstler präsentiert. Dabei sollen Künstler aus dem direkten Umfeld eingeladen werden aber auch junge Künstler mit Streetartkunst aus der ganzen Welt. Die Ausstellungen sollen hoch attraktiv sein und so viele Anwohner im Kiez und die vielen Touristen in der Gegend ansprechen. Zum Galeriekonzept gehört der Verkauf von alternativen Andenken. So soll im Keller des Ladens eine T-Shirtdruckerei entstehen. Es sollen u. a. von jedem Künstler spezielle T-Shirts mit Bildern des jeweiligen Künstlers hergestellt und gedruckt werden. Jugendliche aus dem Kiez sollen z. T. auch unter professioneller Anleitung alternative Andenken herstellen, die dann in der Galerie verkauft werden können.
  • Innovativer Aspekt: Durch die Durchführung von internationalen Kunstausstellungen im Kiez wird mit dem Galeriekonzept einen Beitrag zur innovativen Integration geleistet. 

JUKAD – multicult.fm Juniorakademie

  • Träger: multicult radio + medienproduktionen gUG
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 9.990 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Durch Einbindung in die Tätigkeiten eines multikulturellen Radiosenders werden Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft sowie jungen Menschen mit und ohne Behinderung, Räume und Ressourcen für selbst organisiertes ehrenamtliches Engagement zur Verfügung gestellt. Der Fokus liegt auf: Förderung der Medienkompetenz, Aufzeigen beruflicher Perspektiven, Motivation zu kreativem, eigenverantwortlichem Handeln, Einführung in Team- und Projektarbeit. Das Radioteam dient dabei als Modell und Tutor in den Arbeitsfeldern Recherche, Moderation, Musik, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Webdesign, Mittelakquise, Organisation von Präsentationsständen bei Festen, Logistik bei Konzerten etc. Die Mitglieder der Juniorakademie erhalten nicht nur Einblicke in alle Bereiche, sondern können auch in jedem Arbeitsfeld aktiv mitmachen und so viele Erfahrungen sammeln wie sonst an 4-5 Praktikumsplätzen - eine wertvolle Hilfe zur Berufsorientierung. Als Juniormitglieder der großen Radiocommunity übernehmen die Jugendlichen soziale Verantwortung und lernen Verlässlichkeit in der Teamarbeit.
  • Innovativer Aspekt: Soziale Integration, berufliche Orientierung, Medienkompetenz und verantwortungsvolles Engagement werden nicht getrennt voneinander, sondern gleichzeitig vermittelt. Dies reflektiert in hohem Maße die tatsächlichen Probleme, mit denen junge Menschen im Verlauf ihrer Lebensgestaltung konfrontiert sind. Die Einbindung von Jugendlichen mit unterschiedlichsten sozioökonomischen Hintergründen, ethnischen Bezügen und physischen Voraussetzungen gestattet hierbei vielschichtige Erfahrungsmöglichkeiten. 

Marktplatz Friedrichshain-Kreuzberg

  • Träger: Bildung- Umschulung Soziales gGmbH
  • Laufzeit: 01.01.2012 . 31.10.2012
  • beantragte Fördersumme: 9.700 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Mit dem Marktplatz Friedrichshain-Kreuzberg soll eine aus Holland stammende und von der Bertelsmann-Stiftung in Deutschland stark inhaltlich unterstützte Idee auch in Friedrichshain-Kreuzberg umgesetzt bzw. getestet werden. Auf dem Marktplatz- einer Abendveranstaltung in repräsentativem Rahmen- werden zwischen gemeinnützigen Einrichtungen und Unternehmen gemeinsame Geschäfte zur Verbesserung des Gemeinwesens einerseits und zur Stärkung der lokalen Wirtschaftsreputation andererseits getätigt. In einer informellen, dynamischen Atmosphäre mit festen Regeln finden Angebot und Nachfrage zueinander und es werden konkrete Engagementvereinbarungen (es fließt kein Geld) getroffen. So kann beispielsweise eine IT- Firma einen Kurs in einer Jugendeinrichtung anbieten. Als Gegenzug gestaltet die Jugendeinrichtung eine Wand farblich in der Firma o. ä. Damit entsteht eine neue Art des Sponsorings, nach dem Motto "was die eine Seite übrig hat, kann die andere gebrauchen". Gerade in Friedrichshain-Kreuzberg mit seinen vielen kleinteiligen Unternehmen und sozialen Projekten schafft solch eine Art des Zusammenfindens einen Imagegewinn und nicht zuletzt die Möglichkeit der Umsatzsteigerung ohne großen Aufwand bzw. Kosten. Es entsteht eine lokale Vernetzung im besten Sinne.
  • Innovativer Aspekt: Innovative Art des speed - datings zwischen ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen zur Schaffung lokaler Partnerschaften, die für beide Seiten von Nutzen sind

Schatzkisten – Zirkusmöbel machen wir uns selbst

  • Träger: BAUFACHFRAU Berlin e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 30.09.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Inhalt des Projektes "Schatzkisten" ist der Bau von multifunktionalen Kisten, die für artistische Zwecke, als Sitzmöbel (Manege) wie auch zur Aufbewahrung genutzt werden können. Ziel in der Arbeit mit den jugendlichen Teilnehmerinnen im Alter von 13-20 Jahren ist der Erwerb handwerklicher und technischer Fähigkeiten im Sinne einer praxisnahen Berufsorientierung sowie der Erwerb sozialer Kompetenzen und Teamfähigkeit im gemeinsamen interkulturell angelegten Projekt. Als reines Mädchenprojekt liegt ein weiteres Ziel in der Veränderung überkommener Rollenbilder im Sinne einer selbstbewussten und zukunftsorientierten Berufswahl.
  • Innovativer Aspekt: Die Umsetzung von anspruchsvollen Designaufgaben und handwerklich/technischer Arbeiten im Holzbereich bietet eine fundierte Berufsorientierung und unterstützt das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen für ihre persönlichen Zukunftsperspektiven. 

Stabilisierung der Stalking - Gruppe und Schaffung nachhaltiger Hilfen

  • Träger: FRIEDA- Frauenzentrum e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 9.992,52 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel des Projektes ist der Ausbau und die Stabilisierung der Selbsthilfegruppe sowie die Schaffung nachhaltiger Hilfen, auch über den Bezirk hinaus. Ein langfristiger Beziehungsaufbau mit den Frauen macht es notwendig, ihr Selbstvertrauen zu stärken und die Betroffenen gezielt, kontinuierlich und individuell zu begleiten. Der Weg in den Arbeitsmarkt soll durch individuelles Bewerbungs- Einzelcoaching passgenau und zielgerichtet unterstützt werden. Neben der Erstellung eines Leitfadens aus den Erfahrungen und Ergebnissen der Gruppe sowie aus unseren Erfahrungen als Träger hinsichtlich des Bedarfes der Betroffenen, sollen nachhaltige Hilfsangebote festgehalten und vermittelt werden. Da Aufklärung dringend notwenig ist, wollen wir diesen Leitfaden in Politik und Verwaltung vorstellen und verankern, so dass von beiden Seiten eine Sensibilisierung und somit die Schaffung einer Lobby entsteht. Nur durch Wissen um das Problem, Aufklärung, Sensibilisierung und klare Hilfsangebote kann das Bewusstsein geschärft werden und den Betroffenen geholfen werden.
  • Innovativer Aspekt: Das FRIEDA- Frauenzentrum ist der einzige Ort im Bezirk, der Hilfe für Frauen die gestalkt werden anbietet. In diesem Bereich sowohl Hilfe zu Selbsthilfe (Gruppe) anzubieten als auch Einzelcoaching UND Aufklärung und Information nach außen zu gewähren (Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung etc.) ist unser Ziel. Für die Öffentlichkeit ist Aufklärung zentrales Anliegen, Tabus zu brechen und dabei die Betroffenen zu schützen und auf sensible Art und Weise zu informieren. 

"Übernehmen statt Gründen" im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg - Sensibilisierung von Existenzgründer/innen für den Antritt einer Nachfolge

  • Träger: LONEX e.V.
  • Laufzeit: 01.01.23012 . 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Eine große Anzahl der anstehenden Nachfolgeregelungen scheitern und die Betriebe müssen schließen. Damit gehen zwangsläufig Arbeitsplätze verloren. Steht eine Übergabe an, wird viel zu oft mit dem Prozess zu spät begonnen, weil große Unsicherheiten und Ängste ins Gewicht fallen, welche in der Regel nicht betriebswirtschaftlich zu begründen sind. Das heißt: so genannte weiche Faktoren behindern oft den Prozess der Übergabe, da sich Nachfolger/in (Existenzgründer/in) und Inhaber/in des Unternehmens nicht genügend Zeit zum "Kennenlernen" nehmen. Mit dem Projekt soll über das initiierte Akteursnetzwerk eine Veranstaltungsreihe zur Sensibilisierung mit Bezug auf diese Themen realisiert werden. Als Zielgruppe werden Existenzgründer/innen, auch aus der Arbeitslosigkeit heraus und mit Migrationshintergrund, angesprochen und anschließend für das Thema Nachfolge sensibilisiert und mit den Akteuren im Prozess vernetzt.
  • Innovativer Aspekt: Durch das Mikroprojekt wird erstmalig eine Netzwerkplattform für die nachfolgewilligen Unternehmen geschaffen, bei der mentale Hemmnisse bei der Vorbereitung der Betriebsübergabe vorrangig vor der unter betriebswirtschaftlichen Aspekten gesteuerten Übergabe geklärt werden können. Damit kann die häufigste Ursache des Scheiterns von Nachfolgeregelungen reduziert werden. Des Weiteren soll eine Brücke zu klassischen Existenzgründungen geschlagen werden unter dem Motto: Übernahme statt Gründung. 

Umweltdidaktik auf dem Jugendforschungsschiff - Heranführung an wissenschaftliche Arbeitstechniken und Erschließung neuer Zielgruppen an der Oberbaumbrücke im Bereich Mediaspree

  • Träger: Das Schiff e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 9.885,50 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel des Projektes ist die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich Umweltdidaktik in den Gebieten Gewässerökologie und Erneuerbare Energien für Jugendliche migrantischer und sonstiger Herkunft, die vor dem Schulabschluss stehen. Die Jugendlichen sollen darüber hinaus anwendungsbezogen arbeiten und den Standort des Jugendforschungsschiffes an der Oberbaumbrücke durch die Vermittlung entsprechender Inhalte auch für Touristen in diesem Gebiet weiter entwickeln. Es ist hierzu eine regelmäßige Öffnung des Jugendforschungsschiffes an festgelegten Nachmittagen während der Woche über und evtl. auch am Wochenende vorgesehen, an denen diese Jugendlichen auch in speziellen Sprachen, wie z. B. Türkisch, Arabisch, Englisch, Kroatisch etc. Inhalte vermitteln. Die Jugendlichen sollen diese Inhalte praktisch vermitteln und sie schriftlich fixieren, teilweise auch über die Homepage des Jugendforschungsschiffes kommunizieren und sich auch an geeignete Medien wenden (Tageszeitungen, Magazine) bzw. im Bereich Social Media tätig werden, um über ihre Arbeit zu berichten. Mit dem Projekt sollen einfache labortechnische Inhalte, aber auch Kommunikationsfähigkeiten sowie der Umgang mit modernen Medien vermittelt werden, wobei stets der Standort Oberbaumbrücke im Blick behalten wird.
  • Innovativer Aspekt: Mit dem Projekt wird per se ein innovativer Inhalt aus dem Bereich Schutz und Nachhaltigkeit der Ressourcen vermittelt. Wir dehnen unser Programm auf migrantische Teilnehmer/innen aus, die bislang wenig Kontakt mit dem Bereich Umweltdidaktik und Nachhaltigkeit der Ressourcen hatten und zudem im Bereich Naturwissenschaft an der Schule tendenziell schlecht oder überhaupt nicht gefördert werden. Die Schüler/innen werden bei der Konzeption und Vermittlung selbständig tätig und werden in der Selbstwahrnehmung gestärkt.

Aktivierung der Geschäftsstraßeninitiativen im Bezirk

  • Träger: Bildung- Umschulung Soziales (BUS) gGmbH
  • Laufzeit: 01.07.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme:10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Mit diesem Projekt soll der im Handlungsfeld 1 ausdrücklich vorgesehen Punkt der Unterstützung der Geschäftsstraßen aufgenommen werden. Es ist bekannt, dass es einen großen Wunsch der Gewerbetreibenden in einzelnen Geschäftsstraßen-/zentren gibt, sich und ihre Straße gemeinsam zu vermarkten, gemeinsam aufzutreten. Teilweise und oft scheitert dies an fehlender Zeit, Kontinuität bzw. Unkenntnis von Möglichkeiten. Hier soll das Projekt ansetzen. Ausgehend von den Erfahrungen aus der früheren Arbeit und der Kenntnis der Initiativen sollen im Rahmen von workshops und Hilfsangeboten diese teilweise brachliegenden Initiativen wieder aufleben und Strukturhilfen gegeben werden.(z.B. belle alliance, design pool, ig warschauer strasse, Förderverein Frankfurter Allee, Wrangelvision) Darüber hinaus soll im Rahmen des Projektes das Internet- Dachportal Geschäftsstrassen aktualisiert und als wichtiges Instrument zur Vermarktung der bezirklichen Einzelhandelszentren nutzbar gemacht werden.
  • Innovativer Aspekt: Es sollen neue Wege gegangen werden, um bestimmte Geschäftsstraßen aufzuwerten und kleinteilige funktionierende Netzwerke zu initiieren und damit die Grundlage zu schaffen, ein gezieltes gemeinsames Vorgehen ortsansässiger Geschäftsbesitzer zur gemeinsamen Vermarktung zu ermöglichen 

Aufbau einer Schülerfirma "Friedrichshain- Kreuzberger Geschichte erleben"

  • Träger: Paul Singer Verein e.V.
  • Laufzeit: 01.07.2012 – 31.12.2012
  • beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Im Bezirk gibt es eine Vielzahl höchst interessanter Museen, Erinnerungsstätten, authentischer Orte, die die wechselvolle deutsche Geschichte darstellen und für Schüler Unterrichtsstoff sind. Gleichzeitig gibt es einen starken Bedarf an Führungen, Exkursionen, welche aber alle relativ unkoordiniert angeboten werden. Aus Gesprächen und der Arbeit des Paul Singer Vereins mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen der workshops entstand von beiden Seiten die Idee eine Schülerfirma ins Leben zu rufen, die solche Routen gemeinsam mit dem PSV zusammenstellt, die Führungskonzepte erstellt und diese auch vermarktet bzw. abrechnet. Angeboten wird das ganze an Schulen (Schüler führen Schüler), aber auch an das breit gefächerte interessierte Publikum. Als Pilotprojekt würden 3 Busexkursionen organisiert um einen Aufmerksamkeitsfaktor zu erlangen, in der Folge soll sich dies für die Schulfirma dann selber tragen. Dies wäre Berufsvorbereitung in einem Bereich, der eine große wirtschaftliche Rolle im Bezirk spielt.
  • Innovativer Aspekt: Schülerinnen und Schüler lernen früh praxisnah im Bereich der Tourismusbranche zu arbeiten, sich beruflich zu orientieren und schaffen darüber hinaus ein Netzwerk mit Firmen des Bezirks, die wiederum vom Erfolg dieses Projektes partizipieren können.