Projekte 2011

Für das Jahr 2011 gab es 2 Ideenaufrufe. Es wurden insgesamt 67 Projektvorschläge eingereicht, von denen 12 Projekte berücksichtigt werden konnten. Die ausgewählten Projekte haben ein Fördervolumen in Höhe von ca. 115.600 €€.
Nachfolgend erhalten Sie wieder kurzen Überblick über die Inhalte, die Fördersummen und Laufzeiten.

Bauen und Backen - ein Projekt für Frauen mit Migrationshintergrund

  • Träger: BAUFACHFRAU Berlin e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2011 – 31.10.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.995,10 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Bau eines Lehmbackofens im Interkulturellen Garten "Rosenduft", Berlin-Kreuzberg, Parkgelände Gleisdreieck in Kooperation mit süd-ost Europa Kultur e.V. / Stiftung "überbrücken". Zielgruppe des Projekts sind arbeitssuchende und teilweise kriegstraumatisierte Frauen mit Migrationshintergrund, die über die gemeinsame Arbeit, Erkennen und Stärken eigener Kompentenzen, Entwicklung handwerklicher Fähigkeiten auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen.
  • Innovativer Aspekt: Innovativ bei diesem Projekt ist die Heranführung von Frauen über einen Gebrauchsgegenstand an Tätigkeiten, die nicht dem Handlungsspektrum von Frauen in der Herkunftskultur entsprechen. Wir versprechen uns eine deutliche Verbesserung des Selbstwertgefühls u.a. auch durch die Erweiterung des bisher angenommenen Handlungsspielraums. Dadurch entwickeln sich neue Perspektiven und Integrationsbrücken.

freiFrauen – Unternehmerinnen bei FRIEDA stärken

Teilnehmerinnen des Unternehmerinnen-Netzwerkes
  • Träger: Brigitte Hagedorn, audio:beiträge, Nadja Bungard, PR-Beraterin (DAPR)
  • Laufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.907,40 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Den Unternehmerinnen-Stammtisch „freiFrauen – Unternehmerinnen bei FRIEDA“ festigen und in der Öffentlichkeit präsentieren.
  • Innovativer Aspekt: Das Internet, und die neuen Möglichkeiten dort aktiv zu sein, nehmen aktuellen Studien zufolge eine wichtige und größer werdende Bedeutung für Unternehmen ein. In der Unternehmenskommunikation wird die Interaktion mit dem Kunden immer wichtiger, um Vertrauen in das eigene Produkt und die eigene Dienstleistung zu bilden. Die Teilnehmerinnen lernen mit "Social Media" souverän umzugehen und frauenspezifische Hürden zu überwinden.

Das Berliner Unternehmerinnen-Netzwerk “freiFrauen – Unternehmerinnen bei FRIEDA” ist im Jahr 2011 gefördert worden und hat davon gut profitiert.
Mit der Förderung im Rahmen des LSK-Projektes „freiFrauen – Unternehmerinnen bei FRIEDA stärken“ hat das Netzwerk an Profil gewonnen, ist gewachsen und sichtbarer geworden.
Interessierte Unternehmerinnen und Existenzgründerinnen aus Berlin und v.a des Bezirks Friedrichshain- Kreuzberg erarbeiteten gemeinsam eine neue Corporate Identity. Sie setzten sie am Beispiel der Präsentation der „freiFrauen“ für unterschiedliche Medien um. In Workshops erfuhren die Unternehmerinnen, was bei der Gestaltung von Flyern und Internetseiten zu beachten ist. Sie erwarben das nötige Know-how, um sicher die Möglichkeiten der sozialen Medien nutzen zu können. Die Auseinandersetzung mit den sozialen Medien waren von Coachings im Erfolgsteam begleitet. 
Es fanden 6 Workshops und 10 Erfolgsteams statt. Das Netzwerk nahm an der Messe JunEx am 12. Mai 2011 in Berlin-Lichtenberg teil.
Für das Netzwerk der freiFrauen entstanden eine eigene Webseite mit Blog:  www.freifrauen-berlin.de, ein eigener Flyer, eine Unternehmensseite bei Facebook:  http://www.facebook.com/freiFrauenBerlin und ein Audiobeitrag:http://www.unternehmerinnen-hoerbar.de/2011/12/freifrauen-unternehmerinnen-bei-frieda-e-v/.
Die freiFrauen sind als Netzwerk von 40 auf 70 Unternehmerinnen gewachsen. Einige „Neuzugänge“ sind aktive Mitstreiterinnen geworden.
Die “freiFrauen – Unternehmerinnen bei FRIEDA” treffen sich an jedem 3. Donnerstag im Monat, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr im FRIEDA-Frauenzentrum e.V., Proskauer Str. 7, 10247 Berlin.
Das Netzwerk wurde 2011 gefördert und unterstützt durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfonds, die gsub, das Land Berlin und das FRIEDA-Frauenzentrum e.V. 

Kontaktabende für JUnEx (junge Unternehmen und Existenzgründer)

  • Träger: Lokales Netzwerk Existenzgründung (LONEX) e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 10.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung bei der Existenzgründung
  • Ziel: Entstandene Netzwerke, die sich durch den JunEx Kontakt- und Infotag Friedrichshain/Kreuzberg im Juni 2010 gebildet haben, sollen gepflegt und weiterentwickelt werden, um die Kontakte nachhaltig zu sichern. Dies erfolgt auf 2 Ebenen, einerseits durch die Erweiterung des JUnEx-Portals andererseits durch die persönliche Vernetzung auf Kontaktabenden. Durch den Synergieeffekt der interaktiven mit der persönlichen Ebene wird die Wirtschaftskraft im Bezirk durch Kooperationen verstärkt. Gleichzeitig kommt es zu einer Verstärkung der Beschäftigungsmöglichkeiten in Friedrichshain/Kreuzberg.
  • Innovativer Aspekt: Die Innovation des Projektes besteht darin, das auf der einen Seite der kontinuierliche Austausch über das Internet genutzt und auf der anderen Seite die für nachhaltige Kooperationen sehr wichtigen persönlichen Kontakte durch das Projekt gebündelt werden.

Stalking: Aufbau von Informations- und Unterstützungsangeboten

  • Träger: Frieda-Frauenzentrum e.V.
  • Laufzeit: 01.01.2011 – 20.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.981,03 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Das Angebot richtet sich an von Stalking betroffene Frauen die, als Folge dieses Terrors, im Arbeitslosenbezug sind. Ziel ist es hier, diese Frauen soweit zu unterstützen und zu stärken, dass ihnen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gelingt. Darüber hinaus wenden wir uns auch an diejenigen Frauen, deren Arbeitsplatz auf Grund von Stalking massiv bedroht ist. Ziel ist hier, dem Verlust ihres Arbeitsplatzes entgegenzuwirken. Im Mittelpunkt des Projektes steht dabei die angstfreie (Wieder)Aufnahme einer Arbeit bzw. die Beibehaltung und Sicherung des noch bestehenden Arbeitsplatzes.
  • Innovativer Aspekt: Frauen treten aus ihrer Isolation heraus und gestalten wieder selbstbestimmt ihre eigenen Lebensräume: hier im Besonderen "ihre eigenen beruflichen Perspektiven". Zunächst im "geschützten" Forum (Internet oder und offene Gruppe/Workshop) können sie sich aktiv Hilfe und Unterstützung holen, individuelle Schritte erproben und so mittel- und langfristig ihre beruflichen und damit auch persönlichen Ressourcen stärken bzw. wiederfinden. 

Das FRIEDA-Frauenzentrum bietet eine offene Gruppe für Frauen, die von Stalking betroffen sind. 
Seit April 2004 gilt Stalking laut § 238 im STGB als Straftat. Das FRIEDA-Frauenzentrum in Berlin bietet seit 2007 Beratung für Frauen an, die von verschiedenen Formen von Stalking betroffen sind. Damit wird jeder betroffenen Frau auf individuelle Weise geholfen, Lösungswege für ihre persönliche Situation zu entwickeln und aus ihrer Isolation herauszufinden. Oftmals sind die Frauen seit Monaten oder gar Jahren betroffen und brauchen Hilfestellungen, um wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Zwar ist Stalking ein bekannter Begriff, jedoch ist viel zu wenig über die möglichen Folgen wie Schlafstörungen, Angstzustände und die Bedrohung oder gar der Verlust des Arbeitsplatzes bekannt. Seit 2010 existiert bei uns eine offene Gruppe für betroffene Frauen. Dort können sie sich untereinander austauschen und vernetzen sowie Informationen und weiterführende Hilfen bekommen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite  www.frieda-frauenzentrum.de

Das Berufsbild Sozialassistenz am Berliner Arbeitsmarkt

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.06.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.999,02 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Information und Sensibilisierung von Arbeitgebern für das Berufsbild Sozialassistenz und für Sozialassistentinnen mit interkulturellem Hintergrund. Aufzeigen von Erwerbsmöglichkeiten für Sozialassistentinnen in Ausbildung.
  • Innovativer Aspekt: Erstmalig stehen im Dezember 2011 23 Frauen mit Migrationshintergrund dem Arbeitsmarkt als Sozialassistentinnen mit dem neuen Lernfeld Interkulturelle Familienarbeit zur Verfügung. Dieses Projekt sensibilisiert Arbeitgeber einerseits für ein neues Berufsbild und anderseits für Arbeitnehmerinnen mit interkulturellen Kompetenzen.

Ellens – Schüler - Boutique

  • Träger: Freunde der Ellen-Key-Oberschule e.V.
  • Laufzeit: 01.03.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.840,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Schüler erwerben durch praktisches Handeln unter Anleitung Kompetenzen in der Textilbearbeitung und -gestaltung. Durch Dienstleistungen im Textilbereich werden Sozial- und Berufswahlkompetenzen gestärkt. Dadurch verbessern die beteiligten Schüler v.a. im Berufsfeld Textil ihre Chancen am Ausbildungsmarkt.
  • Innovativer Aspekt: Durch praktische Arbeit an realen Gegenständen werden werden die überwiegend theoretischen Ansätze des Schulunterrichts in die berufliche Praxis überführt und für benachteiligte Schüler nachhaltig verankert. Es werden zusätzliche Kompetenzen entwickelt und in der Praxis (Auftragsarbeiten, Modenschau, Boutique) überprüft.

Mehr junge Männer in sozialen Berufen

  • Träger: Die Wille gGmbH
  • Laufzeit: 01.05.2011 – 30.11.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.999,02 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel ist es junge Männer, mit und ohne Migrationshintergrund, für das Arbeitsfeld "soziale Berufe" zu interessieren und sie zu einer Ausbildung in diesem Bereich zu motivieren.
  • Innovativer Aspekt: Gerade für junge Männer, mit und ohne Migrationshintergrund, sind Berufe im sozialen Bereich aus verschiedenen Gründen (z.B. tradierte Rollenbilder) unattraktiv. Das Projekt verfolgt den innovativen Gedanken, neue Rollen- und Identifikationsmöglichkeiten, durch den Zugang zu sozialen Berufen, zu schaffen.

 

 

Sprachen und Stimmen - Ausbildung und Einbindung von Migrant/innen in einen Radiobetrieb

Bild oben: original picture CC BY-NC-SA 2.0 Mohammadali f.

  • Träger: multicult.fm Radio-und Medienproduktionsgesellschaft gUG
  • Laufzeit: 01.03.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 10.003,99 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Weiterqualifikation von Migrant/innen: Erwerb von Medienkompetenz, Grundkenntnissen im Hörfunk, Moderationstraining, Einbindung in den Sendebetrieb. Schaffung eines Arbeitsplatzes für eine/n langzeitarbeitslose/n Migrant/in als Projektkoordinator/in
  • Innovativer Aspekt: Zusammensetzung der Teilnehmer:(langzeit)arbeitslose Migrant/innen unterschiedlicher Altersgruppen, junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung etc. Über den Erwerb von Medienkompetenz hinaus, werden die Teilnehmer in einen Betrieb integriert, der als Mikrokosmos die multiethnische Bevölkerungsstruktur ihrer Stadt abbildet. Mit einem Unterschied: es wird nicht nebeneinander, sondern miteinander gelebt. Die Teilnehmer/innen bringen ihre "postmigrantische" Realität noch mehr ins Hörfunkprogramm. 

Das multiprofessionelle Team von Radio multicult.fm und seine vielen Freiwilligen haben sich zum Ziel gesetzt hinter die vordergründigen Schablonen des „Migrationshintergrundes“ zu schauen, die kulturelle Vielfalt als Normalität im Programm abzubilden und die Chancen einer Einwanderungsgesellschaft aufzuzeigen.
Mit dem Projekt „Sprachen und Stimmen“ wurde ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieser Ziele realisiert: zwei Magazinsendungen in den Sprachen von zwei großen Communities - der türkischen und der chinesischen.
Als europaweit einziges Radio sendet Radio multicult.fm aus einem gläsernen Studio in einer Markthalle. Der Standortvorteil der Marheineke Markthalle in Kreuzberg, mitten im multikulturellen Herzen der Hauptstadt, ermöglicht nicht nur das partizipative Konzept des Senders, sondern führte auch dazu, dass viele TeilnehmerInnen erreicht und für das Projekt „ Sprachen und Stimmen“ gewonnen werden konnten. 
Allerdings war und ist es eine echte Herausforderung als Radio Newcomer zweisprachige Sendungen in einem anspruchsvollen Format zu produzieren. Aber sie wurde von den TeilnehmerInnen erfolgreich gemeistert, denn die Gründe für die Entwicklung dieses speziellen zweisprachigen Formates waren einsichtig: Berlin ist, wie alle internationalen Metropolen, längst in der postmigrantischen Gesellschaft angekommen. Das bisherige Verständnis Community-bezogener Radioprogramme für Minderheiten ist überholt.
Die Programmstrategie von multicult.fm trägt dieser Tatsache mit den- unter anderem innerhalb dieses Projektes entwickelten Formaten Rechnung: beide ins Leben gerufene Sendungen überraschen nicht nur mit Inhalten die für alle Nationen interessant sind, sondern öffnen sich mit durchgehend zweisprachiger Moderation sowohl dem deutsch-sprachigen, als auch dem türkisch- bzw. chinesisch sprachigen Publikum.
Die Moderatorinnen sind in beiden Sprachen zu Hause und führen die Hörer ohne die Schwerfälligkeit einer 1:1 Doppelmoderation durch die Sendungen.
14 tägig laufen seit Ende des Jahres 2011 mit großem Erfolg die einstündigen Magazinsendungen "Simdi" (dtsch:-türk) und "China Luftbrücke"(dtsch.-chin.).

Die Ausgabe des deutsch- türkischen Magazins vom 19. Januar 2012 wurde als Wettbewerbsbeitrag für den CIVIS Medienpreis 2012 eingereicht.

Die häufigen Reaktionen der Hörer zeigen, dass beide Magazine eine einmalige Plattform für das türkisch-deutsche bzw. chinesisch-deutsche Zusammenleben und den wechselseitigen Austausch auf gleicher Augenhöhe sind.  

 

„şimdi" – 55 min. 14 tägig. Aktuelles Wochenmagazin türk/ deutsch:

Mod. + Red.: Seda Nigbolu und Nora Sinemillioglu ( freie Journalistinnen)

Im Fokus: das gesamte Spektrum der deutsch- türkischen Beziehungen, Berichte über drei Generationen Menschen aus der Türkei in Deutschland mit lokalem Bezug zum Berliner und Istanbuler Leben.

 

„Luftbrücke nach China“ 55.min. 14 tägig. Aktuelles Wochenmagazin chin/deutsch

Mod.+Red.: Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times Europe.

Im Fokus: die rasant wachsende Community der Chinesen in Berlin . Neben den grossen europäischen Metropolen wie London, Paris und Amsterdam hat jetzt auch Berlin seinen eigenen chinesischen Radiosender, der von chinesischen Immigranten gemacht wird. Eine freie Stimme!

 

"Wir sind Mehr-Wert!"

Die TeilnehmerInnen in Aktion
  • Träger: tandem gBQGmbH
  • Laufzeit: 01.03.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.986,39 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von beschäftigungsorientierten Netzwerken, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen
  • Ziel: Aufbau eines kooperativen Netzwerkes Schülerfirma/ Unternehmen im gastronom.-ernährungswirtschaftl. Bereich, Anlegen eines Netzwerkkataloges (Praktikum, Beschäftigung, Ausbildung), Workshops (Servicebereich, Gesunde Ernährung, Praxis, Berufsbilder)
  • Innovativer Aspekt: Das Projekt schafft eine dauerhaft tragfähige Grundlage für ein Netzwerk Schülerfirma/KMU. Durch die Erschließung der bezirkl. Beschäftigungspotenziale im Bereich einfacher Tätigkeiten, steigt die Chance der Jugendlichen, den Einstieg im Bereich gering qualifizierter Beschäftigung zu schaffen. Vorteil für die KMU ist, dass sie über einen längeren Zeitraum motivierte, junge Mitarbeiter entdecken können u. überprüfen können, ob sie gut ins Team passen,können passgenaue Anregungen für fachliche Qualifizierungen geben. 

Ein Jahr lang drehte sich bei den TeilnehmerInnen aus der Schule am Friedrichshain alles um die Themen Ernährung und Gastronomie. In verschiedenen Workshops erhielten die SchülerInnen wichtige Informationen über verschiedene Lebensmittel, sammelten Erfahrungen bei der Zubereitung von Speisen und erprobten ihre Fähigkeiten beim Eindecken von Tischen und dem Anrichten der Speisen.
Einen ausführlichen und sehr anschaulichen Projektbericht mit allen Ergebnissen finden Sie  hier.

CSD 2011- Career Speed Dating 2011

Foto: BAREX e.V.
  • Träger: Barex e.V. - Berliner Arbeitgeber und Existenzgründer e.V.
  • Laufzeit: 01.03.2011 – 30.06.2011
  • beantragte Fördersumme: 9.985,47 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel ist Schülern/innen im Bezirk bei Ihrer Berufsorientierung zu unterstützen, indem in Zus.arbeit mit Lehrern und Schulen i.R. von Projekttagen ein Speed Dating mit verschied. Unternehmern/innen vor Ort in den Schulen stattfindet, bei dem Schüler/innen der 9. und 10. Klasse innerhalb von 10 minütigen Gesprächen Informationen zum Betrieb sowie zu den Berufen erhalten und im Anschluss daran eine Hospitation in von Ihnen gewählten Unternehmen durchführen können. Vorausgehend dazu werden standartisierte Fragebögen erstellt, bei denen die Schüler Ihre Kreativität unter Beweis stellen können.
  • Innovativer Aspekt: Das Projekt wird in Anlehnung zum Projekt "Komm auf Tour" stattfinden, da den Schülern nach dem Durchlauf im Parcours im 2. Schritt die Möglichkeit gegeben wird in einem Speed Dating gespräch Berufe kennenzulernen, die zu ihren ermittelten Stärken passen und nach Auswertung Ihrer Fragebögen und Erkenntnisse, Hospitationen in den gewünschten Berufen und kennengelernten Unternehmen durchzuführen um theorie und praxis zu durchleuchten und somit eine einschlägige Berufsorientierung zu erhalten. 

Barex e.V., Berliner Arbeitgeber und Existenzgründer e.V., besteht aus engagierten klein- und mittelständischen Unternehmern/innen mit Migrationshintergrund und zumeist akademischer Ausbildung. Barex als gemeinnützige Vereinigung hat sich von Anfang an auf die Schaffung der Basis für erfolgreiche Projekte im Bildungsbereich konzentriert und hat verschiedene Projekte in diesem Bereich realisieren können. Wie auch das Projekt CSD 2011 – Carreer Speed Dating 2011, in dessen Rahmen 8 verschiedene Unternehmen mit Migrationshintergrund in den 9. Klassen der Hector – Peterson - Schule sowie in der Berufsqualifizierungsklassen des OSZ Lotis, Schüler vor Ort in Ihren Klassenräumen besucht haben und insgesamt weit über 80 Schülern/innen Informationen über das Angebot an Ausbildungsstellen in Betrieben geliefert haben sowie im Rahmen des Carreer Speed Datings interaktiv Fragen beantworten konnten. Somit haben die Schüler/innen die Chance bekommen, Entscheidungsträger sowie Ausbildungsleiter persönlich kennenzulernen und zu erfahren welche Eigenschaften Bewerber mitbringen müssen um in den kennengelernten Berufen bestehen zu können. Ein anderer Aspekt war, die Bildung von positiven Vorbildern, da diese Unternehmer/innen gute Beispiele aufzeigen konnten sowie ihre Lebenserfahrungen mit den Schülern geteilt haben. 
Viele der teilnehmenden Schüler/innen wurden motiviert mehr zu leisten und haben durch die lockere Atmosphäre die durch die interaktiven Vorträge entstanden sind aktiver teilgenommen.
Auch konnten Kontakte zu weiteren Kreuzberger Schulen wir der Lisa Morgenstern Schule aufgebaut werden, was die Wichtigkeit solcher Projekte unterstreicht. 

FiLE - Fit for life & education

  • Träger: Grenzkultur gGmbH
  • Laufzeit: : 01.03.2011 – 31.12.2011
  • benatragte Fördersumme: 8.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung einzelner Aktionen zur beruflichen Eingliederung
  • Ziel: Ziel des Projektes ist es gleichzeitig ausbildungs- und berufsrelevante Softskills zu schulen; Ausbildungserfolg durch die Entdeckung von Spaß am Lernen nachhaltig zu erhöhen, bzw. Bildungsabbrüchen vorzubeugen; berufliche Orientierung mit der anschließenden Möglichkeit von Fachpraktika zu gewährleisten; gesellschaftliche und berufliche Integration (von Behinderten, MigrantInnen, bildungsarmen oder sozial benachteiligten Menschen) durch Partizipation und Qualifizierung zu stärken sowie interkulturelle Kompetenzen und künstlerische Kreativität als persönliche Ausdrucksmöglichkeit zu schulen.
  • Innovativer Aspekt: Die Kombination aus außerschulischem Lernen mit Spaß und ohne Barrieren sowie psychosoziale und konkrete Berufsvorbereitung, die dann noch mit Bewegung, Koordination und Kreativität gepaart wird ist der eine innovative Aspekt, die starke Venetzung von kulturellem Lernort mit Schulen und Sozialraum der andere. 

Die mobile Mädchenfahrradwerkstatt

Fotos: BUF e.V.
  • Träger: Bildungseinrichtung für berufliche Umschulung und Fortbildung im Berufsförderungswerk Bekleidung Berlin e.V., (BUF)
  • Laufzeit: 01.03.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 8.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Jugendliche Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund werden durch Schul-AGs an ein für Frauen untypisches Berufsfeld herangeführt. Sie erlernen Grundkenntnisse der Fahrradmechanik und verbessern so Ihre Chancen bzgl. Ausbildungs-/Berufsfähigkeit.
  • Innovativer Aspekt: Die beiden kooperierenden Schulen wollen neue Wege in Bezug auf die Orientierung von Mädchen auf technische Berufe und auf Förderung ihrer Selbständigkeit gehen. Die mobile Mädchenfahrradwerkstatt ist ein Projekt, das jugendlichen Mädchen die Möglichkeit bietet, sich im vor Scham gegenüber Jungen geschützten Rahmen handwerkliche Fähigkeiten anzueignen. Sie ist unseren Wissens nach berlinweit einmalig. 

Die mobile Mädchenfahrradwerkstatt fand in Form von AGs an der Sekundarschule 9 als auch an der Hedwig-Dohm-Oberschule statt. Außerdem nutzen teilweise in Folge der AGs, teilweise in Folge von Werbekontakten einige Mädchen die 2010 ebenfalls mit Hilfe von LSK aufgebaute Mädchenfahrradwerkstatt am Segitzdamm. Zunächst ging es der Anleiterin darum, dass die Mädchen einen kreativen Zugang zum Thema Fahrrad bekommen sollten. Dafür wurde ein Fahrrad gemeinsam mit Farben und Stoffen gestaltet. Darauf begann das Kennenlernen der korrekten Bezeichnungen der Fahrradteile mittels eines Spieles. Als nächster Schritt folgte das Kennenlernen der wichtigsten Werkzeuge, deren Handhabung am Fahrrad und entsprechende Monatagearbeiten.
Parallel zum Start der ersten AG wurde ein speziell für eine ausreichend große und abnehmbare Transportkiste der mobilen Mädchenfahrradwerkstatt zugeschnittener Fahrrad-Anhänger bei einer sozialen Metallwerkstatt angefertigt, durch den es abgesehen vom üblichen Werkzeug sogar möglich ist, einen Monatgeständer zu transportieren.
Mit den Mädchen zusammen konnten erste Grundlagen zum Verstehen von Fahrradtechnik und -reparatur gelegt werden, obwohl es für manche zunächst eine sehr fremde Welt zu sein schien.
Ein großer Erfolg zeigte sich darin, dass die Mädchen durch die behutsame und kreative Heranführung an die Praxis oft erst merkten, wieviel mehr sie handwerlich-technisch leisten können, als sie sich vorstellen konnten. Meistens trauten sie sich im Vorhinein nicht zu, was sie dann aber selber unter Anleitung schafften. Dies ist ein erneuter bemerkenswerter Hinweis als Ergebnis der mobilen Mädchenfahrradwerkstatt darauf, wie schwer für viele Mädchen vor dem Hintergrund von gesellschaftlich geprägten Rollenmustern eine handwerklich-technische Tätigkeit überhaupt vorstellbar ist, demgegenüber aber die Heranführung an die ganz konkrete Praxis das Unvorstellbare möglich macht!
Folgeeffekte:
Abgesehen von dem nachhaltigen Lerneffekt für die Mädchen ergab sich aus der Arbeit des Projektes ein Interesse seitens zwei Stiftungen, das Projekt 2012 weiter zu fördern. Außerdem haben das Deutsche Technikmuseum und der Verkehrsclub Deutschland ihr Interesse an einer Kooperation angemeldet. Am Girlsday 2012 wird es eine gemeinsame Aktion des Mädchenprojektes Phantalisa und der mobilen Mädchenfahrradwerkstatt zum Kennenlernen des Berufes der Fahrradmechanikerin und -monteurin geben. Für April 2012 ist der Umzug der Mädchenfahrradwerkstatt in das Mädchenprojekt Alia geplant, wo dann Mädchen aus dem Wrangelkiez die Möglichkeit haben sollen, Fahrradtechnik (ggf. am eigenen Fahrrad) kennenzulernen.  

Potentialanalyse zum Quartierstourismus Friedrichshain-Kreuzberg (PAQT)

  • Träger: INPOLIS UCE GmbH
  • Laufzeit: 01.06.2011 – 31.12.2011
  • beantragte Fördersumme: 8.000,00 €
  • Förderschwerpunkt: Unterstützung von Kleinstvorhaben zur Förderung bzw. Schaffung neuer Beschäftigung durch lokale Initiativen für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt
  • Ziel: Ziel der Studie ist es, den Anteil des Tourismus in Friedrichshain-Kreuzberg an der Veränderung von Gebieten u. a. am Beispiel des Wrangelkiezes herauszuarbeiten und Möglichkeiten aufzuzeigen den Prozess in Richtung Qualitätssicherung zu beeinflussen. Dabei sind die verschiedenen Interessenslagen von Anwohnern, Touristen und Gewerbetreibende zu berücksichtigen.
  • Innovativer Aspekt: Ein klareres Bild der Potenziale des Quartiertourismus ermöglicht Kulturschaffenden und touristischen Institutionen sich - unter Berücksichtigung der Bewohnerschaft - in die Gesamtvermarktung Berlins passgenauer zu integrieren. Die Studie wird unter neuen methodischen Gesichtspunkten durchgeführt und an die veränderten Gewohnheiten des Touristen angepasst. Der Begriff des Touristen wird dabei speziell für den Tourismus im Bezirk neu eingegrenzt und definiert. 

Innerhalb des Projektes wurde insbesondere der Kreuzberger Wrangelkiez beleuchtet. Es wurden Kieztouristen befragt aber auch verschiedene institutionelle und nichtinstitutionelle Akteure; Ortsbegehungen und Besichtigungen durchgeführt und in Zeitungen, Zeitschriften und anderer Literatur zum Kiez recherchiert.
So ist eine Studie entstanden, die ein klares Bild über den Quartierstourismus im Kreuzberger Wrangelkiez ermöglicht, Tendenzen erkennen lässt und wichtige Erkenntnisse für die weitere touristische Entwicklung liefert.

Die Studie finden Sie  hier.