ConAct Europe III - Qualifizierung von Führungskräften zur Stärkung der Europakompetenz 2008 / 2009

Der europäische Einigungsprozess stellt die Kommunen in den EU-Mitgliedstaaten vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Transnationales Arbeiten in projektbezogenen, grenzüberschreitenden Zusammenhängen gewinnt auch in den Berliner Bezirksverwaltungen immer mehr an Bedeutung. 
Elf Berliner Bezirke (Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf) haben daher gemeinsam entschieden, sich dieser Herausforderung zu stellen. Nach den in den Jahren 2005 – 2007 bereits erfolgreich umgesetzten europäischen Bildungs- und Mobilitätsprojekten „ConAct Europe I für die transnationale Arbeit“ und „ConAct Europe II zur Stärkung der Europakompetenz“ wurde in 2008 / 2009 das Projekt „ConAct Europe III“ umgesetzt. Zum dritten Mal wurden Mitarbeiter/innen aus den verschiedensten Arbeitsgebieten der Bezirksverwaltung für die neuen Aufgaben der europäischen Zusammenarbeit in einem Auslandspraktikum motiviert und qualifiziert werden.  
In Kooperation mit Partnern in den Städten Amstelveen (Niederlande), Preston (Großbritannien) und Stettin (Polen) konnten im Jahr 2009 insgesamt 25 Berliner Bezirksamtsmitarbeiter/innen im Rahmen eines einmonatigen Arbeitsaufenthaltes in einer Verwaltung oder bei einer Nichtregierungsorganisation des jeweiligen Partnerlandes die dortigen Arbeitsabläufe kennen lernen und Erfahrungen mit den entsprechenden Institutionen in transnationalen Projekten sammeln.
Das Projekt wird aus dem EU-Bildungsprogramm „Lebenslanges Lernen“ im Unterprogramm „Leonardo da Vinci“ gefördert.
Ziel war es, Führungskräfte, Mitarbeiter/innen in Querschnittsfunktionen oder angehende Führungskräfte für die im Zusammenhang mit der europäischen Integration stehenden Aufgaben innerhalb des Prozesses des lebenslangen Lernens vorzubereiten.
Die Teilnehmer/innen konnten ihre fachlichen, interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen erweitern. Die Tätigkeit im Partnerland erlaubte den Vergleich der fremden mit der eigenen Verwaltungspraxis und bot die Gelegenheit, positive Ansätze und Lösungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit zu übernehmen (Best-Practice-Transfer).  

Aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg fuhr im Jahr 2009 Frau Karin Raphael nach Preston.